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Luzerner Kriminalgericht verurteilt Mitglied einer Dealerbande zu vier Jahren

Ein 49-Jähriger hat für seinen Neffen Drogen in die Region Luzern transportiert. Der Mann führte das Kokain als Drogenkurier in seinem Körper in die Schweiz ein.
Roger Rüegger

«Er ist nicht der böse schwarze Mann, der Drogen an junge Leute verkauft.» Mit diesen Worten hat am Luzerner Kriminalgericht der Verteidiger für eine bedingte Freiheitsstrafe von 20 Monaten für seinen Mandanten plädiert. Der direkte Drogenverkauf wurde dem Beschuldigten auch nicht vorgeworfen. Der 49-jährige Mann mit deutscher und britischer Staatsangehörigkeit wurde beschuldigt, als Mitglied eines afrikanischen Netzwerks Kokainhandel im grossen Stil betrieben zu haben.

Er soll als «Bodypacker» in 10 Transporten rund 10 Kilogramm Kokain in seinem Magen in die Schweiz transportiert haben. Zudem wurde ihm bandenmässige Geldwäscherei angelastet. Die Staatsanwaltschaft beantragte eine Freiheitsstrafe von 5 Jahren (Ausgabe vom 13. Dezember).

Der Beschuldigte gab eine Lieferung von 500 Gramm zu

Das Luzerner Kriminalgericht verurteilte den Mann zu einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren und 2 Monaten. Bei der Verhandlung am 12. Dezember gab der Beschuldigte lediglich zu, in einem Fall 500 Gramm Kokain in die Schweiz eingeführt zu haben.

Diese Drogen lieferte er im Jahr 2007 seinem Neffen, der damals mit seiner Schweizer Frau in der Nähe von Luzern wohnte. Von seinem Wohnort aus hatte dieser ab 2004 mit Unterstützung nigerianischer Landsleute ein regionales Drogennetzwerk aufgebaut.

In Deutschland wegen Kokainschmuggel verurteilt

Der junge Mann liess sich von seinem Onkel und auch von weiteren Drogenkurieren Kokain bringen. Der Beschuldigte war auch in mehreren Fällen im Ausland Empfänger von höheren Geldbeträgen. Er stellte ausserdem sein Konto für die Überweisung eines fünfstelligen Geldbetrages zur Verfügung.

Im Jahr 2009 musste er in Deutschland eine Freiheitsstrafe von 4 Jahren antreten, weil er ein Kilogramm Kokain als «Bodypacker» transportiert hatte. Gegen das Urteil des Luzerner Kriminalgerichts kann Berufung eingelegt werden.

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