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Luzerner Kriminalgericht verurteilt Sexualstraftäter zu 28 Monaten

Ein 33-jähriger Mann hat sich vor neun Jahren an zwei Frauen vergangen. Nur durch Zufall konnte seine Identität ermittelt werden. Dies, weil ihm 2017 nach einem erneuten Sexualdelikt die DNA entnommen wurde.
Roger Rüegger

Das Luzerner Kriminalgericht hat einen Nordmazedonier aus dem Kanton Obwalden zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren und 4 Monaten verurteilt. Der 33-Jährige wird beschuldigt, sich an zwei Frauen vergangen zu haben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Luzern hatte an der Verhandlung im Mai 2019 wegen versuchter Vergewaltigung und sexueller Nötigung eine Strafe von zweieinhalb Jahren, davon sechs Monate unbedingt, beantragt.

Die Vorfälle liegen einige Jahre zurück. In der Nacht auf den 31. Oktober 2010 sprach der Beschuldigte eine Frau nach dem Ausgang in Luzern an. Daraufhin gingen beide eine Weile der Haldenstrasse entlang, als der Mann sich an die Frau heranmachte. Er bedrängte sie, liess seine Hosen herunter und streifte auch die Hosen der Frau bis zu den Hüften ab. Er verging sich mit den Händen an seinem Opfer. Erst als die Frau sagte, sie habe Aids, liess er von seinem Vorhaben ab – und verlangte von ihr, dass sie ihn mit der Hand befriedige.

Drei Monate später dieselbe Geschichte

Ein ähnliches Szenario ereignete sich am frühen Morgen des 4. Dezembers 2010. Der Beschuldigte folgte einer Frau in Richtung Bahnhof Luzern. Dort begann er, sie zu belästigen. Es gelang ihm, mit den Fingern in sie einzudringen. Die Frau wehrte sich heftig und sagte zu ihm, dass er gerade dabei sei, sie zu vergewaltigen. Als sie um Hilfe schrie, rannte er davon.

Beim ersten Vorfall im Oktober 2010 konnte die DNA-Spur des damals noch unbekannten Täters gesichert werden. Dessen Identifizierung war während Jahren nicht möglich. Doch am 21. Februar 2017 half Kommissar Zufall: Der Beschuldigte wurde bei der Obwaldner Kantonspolizei erkennungsdienstlich erfasst – weil er kurz zuvor erneut strafbare Handlungen gegen die sexuelle Integrität begangen hatte. Ein Abgleich seines DNA-Profils mit der DNA-Datenbank ergab für den Fall in Luzern vom Oktober 2010 eine Übereinstimmung. Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt.

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