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Luzerner Kulturlandschaft präsentiert ihr vielfältiges Schaffen

Bei den 11. Kantonalen Tage der Kulturlandschaft machen über 20 Veranstalter gemeinsame Sache. Den Traum vom Fliegen macht ein Verwandlungskünstler wahr – eine Kabarettistin präsentiert ihr Ei(ge)ngemachtes. Sogar Tierisches erwartet die Besucher.
Ernesto Piazza
Rebekka Bünter präsentiert in der Theaterbar Bunterbünter in Neuenkirch «Ei(ge)ngemachtes. (Bild: PD)

Rebekka Bünter präsentiert in der Theaterbar Bunterbünter in Neuenkirch «Ei(ge)ngemachtes. (Bild: PD)

Konzerte, Kabaretts, Ausstellungen, Lesungen: Bei den 11. Kantonalen Tage der Kulturlandschaft ziehen über 20 Veranstalter wieder am selben Strick. Vom Freitag, 26. Oktober, bis Sonntag, 4. November, finden die verschiedenen Programme bereits zum 11. Mal statt. Eingeladen werde zu Entdeckungsreisen aufs und übers Land, sagt Marco Sieber, Präsident des Vereins Kulturlandschaft Luzern. Und weiter betont er: «Die kantonalen Tage sind mehr als die Summe ihrer Teile. Sie sind ein kantonales Schaufenster, das einen Einblick in das vielfältige und qualitative Kulturangebot auf der Landschaft vermittelt.» Was vor mehr als einem Jahrzehnt begann, bezeichnete «Pro Helvetia» unlängst als «nationales Musterbeispiel» und der Luzerner Kulturdirektor sprach von «einer wichtigen Plattform».

In Hochdorf präsentiert beispielsweise der seit 1994 bestehende Verein «Kultur i de Braui» mit «Örjan - der Traum vom Fliegen» ein Familientheater. Der Anlass findet im Brauiturm statt, welcher als einziges Objekt der früheren Brauereigebäude stehen gelassen wurde. Das Stück lebt von Rap-artigen Liedern und den Verwandlungskünsten von Thomy Truttmann. Scheinbar mühelos gelingen ihm diese Wechsel. Dazu verwendet er eine ganze Palette an Mimik, Gestik und Bewegung.

Verwandlungskünstler Thomy Truttmann im Stück «Örjan - der Traum vom Fliegen», das in der Braui Hochdorf gezeigt wird. (Bild: PD)

Verwandlungskünstler Thomy Truttmann im Stück «Örjan - der Traum vom Fliegen», das in der Braui Hochdorf gezeigt wird. (Bild: PD)

Franz Hohler ist nach 27 Jahren wieder in Schötz

In der Theaterbar Bunterbünter in Neuenkirch tauchen die Besucher in die Geschichte von Frau Frei ein. Mit ihrem ersten Solostück– von der Feder bis zum Spiel selbst kreiert – präsentiert Rebekka Bünter «Ei(ge)ngemachtes». Gehaltvoller Text, Wortwitz und Schalk lässt das Publikum herzhaft lachen, leer schlucken, erleben und einfach stauen.

Seit über drei Jahrzehnten ist es das Ziel des Kulturträffs Schötz buchstäblich einmalige Künstlerauftritte zu bieten. Diesmal spaziert Franz Hohler mit einer Lesung durch sein Gesamtwerk. Und der Veranstalter macht damit eine grosse Ausnahme, ist er doch zum zweiten Mal Gast in Schötz. Sein erster Auftritt vor 27 Jahren war ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Vereins. Und in dessen Startjahren ein Trumpf, wenn es darum ging, weitere bekannte Kabarettisten ins Hinterland zu locken.

Ein Musiker – zehn Instrumente – 40 Jahre: Im Schtei Sempach hält nach 45 Jahren, über 15 CDs und unzähligen Konzerten auf Schweizer- und internationalen Bühnen Gitarrist Max Lässer mit «Solostunde» Rückschau. Er präsentiert eine Art Retrospektive, allerdings ohne Nostalgie. Der Rückblick mündet in einer Gesamtschau.

Zwei Esel sind die Hauptprotagonisten

Künstler Wetz ist auch bekannt für das Unerwartete. Die beiden Esel Frau Rist und Herr Hirschhorn sind die Hauptprotagonisten des ersten Eselsonntags im KKLB Beromünster. Damit sich die neuen «Bewohner» im KKLB wohl fühlen, soll eine eigene Stallung mit Stallmeister und Weide sorgen. Zwei Esel-Aufführungen gehören ebenfalls zum sonntäglichen Programm. Wie und wie lange das Experiment mit den beiden Vierbeinern nach der Performance im Rahmen der kantonalen Tage der Kulturlandschaft fortgeführt wird, könne er noch nicht sagen, erklärt Wetz auf Anfrage. Sollte das Projekt hingegen längerfristig scheitern, bestehe mit dem jetzigen Besitzer der Esel eine Rückgabe-Garantie, bestätigt der Künstler.

Musikalisch hat die Veranstaltung auch einen internationalen Anstrich. Der Isländer Svavar Knutur tritt mit Songs und Geschichten auf. Und der Moskauer Pianist Sergey Tanin spielt Schubert, Debussy und Liszt.

«Kultur ist so notwendig wie unser tägliches Brot»

Unter dem Motto «Kultur – unser tägliches Brot», machten die Veranstalter vom 19. bis 21. Oktober bereits mit Standaktionen vor der eigentlichen Veranstaltung auf die Tage aufmerksam. So verteilten sie Passanten Brotscheiben und die Kulturlandschafts-Zeitung, welche das Programm vorstellt. «Kultur ist so notwendig wie unser tägliches Brot. Sie zu organisieren ist regelmässig unser tägliches Brot», erklärt Sieber. Eine reichhaltige Kulturlandschaft sei kein «nice to have», sondern eine Voraussetzung für den Zusammenhalt und die Entwicklung unserer Gesellschaft.

Hinweis: Weitere Informationen zu den kantonalen Tagen der Kulturlandschaft gibt es unter: www.kulturlandschaftluzern.ch.

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