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Luzerner Links-Grüne setzen ihre Hoffnungen auf Reto Wyss

SP, Grüne und GLP sind zwar überrascht vom Wechsel der amtierenden Luzerner Finanzdirektors Marcel Schwerzmanns ins Bildungsdepartement. Enttäuscht sind sie jedoch nicht.
Lukas Nussbaumer
Grüne-Präsident Maurus Frey freut sich mit Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch über das gute Resultat im zweiten Wahlgang. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 19. Mai 2019)

Grüne-Präsident Maurus Frey freut sich mit Regierungsratskandidatin Korintha Bärtsch über das gute Resultat im zweiten Wahlgang. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 19. Mai 2019)

Der Luzerner Grüne-Präsident Maurus Frey ist von der Rochade zwischen Bildungsdirektor Reto Wyss (CVP) und dem parteilosen Finanzdirektor Marcel Schwerzmann wie die Spitzen der bürgerlichen Parteien und der Wirtschaftsverbände «überrascht». Von Frustration kann jedoch keine Rede sein - im Gegenteil. Frey gibt sich gar «erfreut, weil der Wechsel eine Entspannung in der Finanzpolitik ermöglicht. Ich schätze Reto Wyss’ Politik als weniger dogmatisch und konsensorientierter ein.»

Doch wären die Wahlen anders ausgegangen, wenn das Stimmvolk von der Rochade zwischen Wyss und Schwerzmann gewusst hätte? «Wahrscheinlich schon», glaubt Frey. «Den Wählern wurde Kontinuität verkauft. Das implizierte eine Weiterführung des Finanzdepartements durch Marcel Schwerzmann.»

GLP-Präsident Fischer: «Wir waren nicht zufrieden»

Eine bessere Zusammenarbeit mit dem neuen CVP-Finanzdirektor erhofft sich auch GLP-Präsident Roland Fischer. «Wir waren mit der Finanzpolitik von Marcel Schwerzmann nicht zufrieden. Er hat wichtige Geschäfte wie die Schuldenbremse und die Aufgaben- und Finanzreform sehr dogmatisch aufgegleist.» Von Wyss erhoffe sich die GLP «mehr Offenheit und eine vernünftigere Finanzpolitik».

Auch Fischer hat die Rochade überrascht. Im Gegensatz zu Maurus Frey geht er nicht von einem anderen Wahlausgang aus, wenn das Stimmvolk über den Wechsel orientiert gewesen wäre: «Man muss immer mit Rochaden rechnen.»

SP-Präsident David Roth ist der gleichen Ansicht. «Die Wähler wissen, dass Regierungsratskandidaten in ein Gremium und nicht in ein Departement gewählt werden.» Roth bezeichnet einen Departementstausch nach zwölf Jahren – so lange war Schwerzmann Finanzdirektor – als sinnvoll. Die SP habe sich mit dem Parteilosen schliesslich oft schwer getan. Ob die Genossen mit Wyss besser zurechtkommen? «Das wird sich zeigen.»

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