Statistik zeigt: Die Luzerner Löhne sind angestiegen, die Lohndifferenz zwischen Mann und Frau bleibt aber gross

Wer in einem Luzerner Privatunternehmen beschäftigt ist, verdiente im Jahr 2018 rund 100 Franken mehr als noch zwei Jahre zuvor. Die Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen hat sich nicht verändert, wie eine Erhebung zeigt.

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(elo) Im Jahr 2018 betrug der Medianlohn in Luzerner Privatunternehmen (2. und 3. Sektor) beschäftigter Personen brutto 6100 Franken im Monat. Median bedeutet, dass die Hälfte der Löhne über diesem Wert lag, die andere Hälfte darunter. Wie Lustat mitteilt, habe sich der durchschnittliche Lohn seit der letzten Erhebung im Jahr 2016 um rund 100 Franken erhöht. Die zeigt eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik.

Beachtliche Lohndifferenz zwischen Männern und Frauen

Seit der letzten Erhebung sind sowohl die Löhne der Frauen als auch die Löhne der Männer angestiegen, die Lohndifferenz blieb dementsprechend ungefähr gleich. Wie Lustat schreibt, verdienten Frauen im Jahr 2018 im Durchschnitt 17 Prozent weniger.

Die Lohndifferenz könne durch verschiedene Faktoren teilweise erklärt werden: «Beispielsweise haben erwerbstätige Frauen im Schnitt einen tieferen Bildungsabschluss, besetzen seltener eine Kaderstelle und arbeiten häufiger in Tieflohnbranchen», schreibt Lustat in der Mitteilung.

Weiter zeigen die Erhebungen jedoch auch, dass Männerlöhne im Karriereverlauf durchschnittlich über einen längeren Zeitraum steigen, als dies bei Frauen der Fall ist:

Eine mögliche Erklärung dafür sei die Gründung einer Familie. Oft sind es die Frauen, welche für die Kinder zu Hause bleiben und damit ihre Karriere und so den Lohnanstieg unterbrechen.

Arbeitnehmende im Gastgewerbe haben die tiefsten Löhne

Die Erhebung zeigt ausserdem die Medianlöhne in den verschiedenen Branchen und die jeweiligen Lohnspannen. Das Gastgewerbe wies im Jahr 2018 im Durchschnitt sowohl die tiefsten Löhne als auch die kleinste Lohnspanne auf:

Der monatliche Luzerner Bruttomedianlohn lag im Jahr 2018 mit 6100 Franken knapp unter dem Schweizer Mittel von 6200 Franken, schreibt Lustat.

Die Daten stammen aus der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik, die alle zwei Jahre bei einer repräsentativen Auswahl an Unternehmen durchgeführt wird.

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