Luzerner Neujahrsbaby: Beim Zubereiten des Silvester-Apéros setzten die Wehen ein 

Punkt 0.30 Uhr ist Dario Burri in der Nacht zum Neujahr auf die Welt gekommen. Der Bube hat seine Eltern ziemlich auf Trab gehalten und die Silvesterpläne durcheinander gebracht.

Roger Rüegger
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Neujahrsbaby Dario mit seinen Eltern Cornelia und René Burri in der Klinik St. Anna Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, 02. Januar 2019)

Neujahrsbaby Dario mit seinen Eltern Cornelia und René Burri in der Klinik St. Anna Luzern. (Bild: Corinne Glanzmann, 02. Januar 2019)

Einen guten Rutsch, ein glückliches Neues Jahr oder «es guets Nöis». Um Mitternacht an Silvester wünschen sich die Menschen alles erdenklich Gute. Cornelia und René Burri (beide 37) aus Rain brauchten keine guten Wünsche. Ihnen widerfuhr das Beste.

Um 0.30 Uhr ist ihr Sohn Dario in der Klinik St. Anna in Luzern gesund zur Welt gekommen. Dass er das Luzerner Neujahrsbaby 2019 ist, empfinden die beiden nicht als besonders wichtig. «Darüber habe ich mir im Gebärsaal keine Gedanken gemacht. Die Geburt ging schnell und beide sind wohlauf. Erst als ein Arzt meinte, unser Sohn könnte das Neujahrsbaby sein und im selben Moment das Feuerwerk über dem Seebecken abgefeuert wurde, realisierte ich den Zeitpunkt», sagte Vater René Burri beim gestrigen Besuch.

46 Zentimeter, 2460 Gramm – und hungrig

Mutter Cornelia empfängt uns scheinbar ausgeruht und nicht etwa müde, wie man dies erwarten könnte, in der Geburtenabteilung. Söhnchen Dario misst 46 Zentimeter bei 2460 Gramm, schläft ruhig. Wie war seine erste Nacht, hat er auch geschlafen? «Nicht viel. Er hatte Hunger. Dafür war er am Tag sehr brav. Er machts gut», sagt sie.

Das Ehepaar hat Erfahrung, das merkt man. Tochter Giulia ist im November zwei Jahre alt geworden. Aufregung gabs deshalb auch im Vorfeld nicht – obwohl Dario die Pläne seiner zukünftigen Eltern durcheinander gebracht hatte. «Wir planten, Silvester bei einem befreundeten Paar zu feiern. Am Nachmittag wollte ich den Apéro zubereiten, als Conny sagte, ich solle es bleiben lassen und stattdessen die Klinik anrufen», schildert René, wie der letzte Tag im 2018 bei ihnen verlief.

Dario kam drei Wochen zu früh auf die Welt

Weil Darios Geburt erst in rund drei Wochen geplant war, glaubten die Eltern, dass sie nur zur Kontrolle nach Luzern in die Klinik fahren würden. «Weil Dario nicht unser erstes Kind ist, waren wir vorbereitet. Der gepackte Koffer steht seit zwei Wochen bereit», sagt René. Und der Apéro? «Den gabs nicht. Ich habe die Freunde angerufen und ihnen mitgeteilt, wir hätten etwas anderes vor, sie könnten die Zutaten bei uns zu Hause im Kühlschrank holen. Aber zubereiten müssten sie selber», so der frischgebackene Vater lachend.

Allzu überrascht wurde die Familie trotz der früheren Ankunft ihres Sohnes dennoch nicht. René sagt, Cornelias Mutter habe geträumt, dass ihre Tochter in der Silvesternacht einen Sohn zur Welt bringen würde. Und auch seine Eltern sollen eine Ahnung gehabt haben, dass Dario früher als geplant auftauche. «Mutter sagte, wir sollen an Silvester nicht zu sehr feiern», erzählt er. Und wie erlebt Giulia den Familienzuwachs? «Sie ist eine stolze Schwester und überglücklich, dass sie jetzt ein kleines Brüderchen hat», sagt Cornelia Burri. Giulias Lieblingspuppe heisse jetzt auch Dario – sie habe diese kurzerhand umgetauft. Zuvor war der Name Daniel.

Geburtenstatistik 2018: Mehr Mädchen als Buben zur Welt gekommen

In der Klinik St. Anna wurden 2018 insgesamt 786 Babys geboren: 395 Mädchen und 391 Buben.

Im Luzerner Kantonsspital waren es über 3000. Die exakte Zahl liegt noch nicht vor. Nur eine Viertelstunde nach Dario Burri, um 0.47 Uhr, wurde das zweite Luzerner Baby geboren. Das Tibetische Mädchen Thutop Kumyang Chompheltsang ist für Mutter Sonam Lhamtso und Vater Sonam Dhondup aus Kriens das zweite Kind. Das Mädchen misst 52 Zentimeter und wiegt 3500 Gramm.

Die Namen der Luzerner Babys sind verheissungsvoll: Thutop Kumyang bedeutet kraftvoll und glücklich, und Dario ist derjenige, der das Gute besitzt und festhält.