LUZERNER OBERGERICHT: «Raser von Malters» schiebt Schuld auf Tier

Vor vier Jahren hat er einen tödlichen Unfall verursacht. Daran kann sich der Raser aber nicht mehr erinnern. Der Staatsanwalt zweifelt.

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Kaum mehr als Auto zu erkennen: Der Unfallwagen im Unterholz. (Bild Kapo Luzern)

Kaum mehr als Auto zu erkennen: Der Unfallwagen im Unterholz. (Bild Kapo Luzern)

Vor vier Jahren starben seine zwei Mitfahrer, die auch seine Freunde waren. Als der heute 29-jährige Fahrer damals mit seinem getunten Subaru mit Tempo 200 bei Malters von der Strasse flog, überlebte er als einziger. Nun stand er vor dem Luzerner Obergericht. Mit dem Urteil des Kriminalgerichts vom 5. Dezember 2008 gab sich die Verteidigung nämlich nicht zufrieden. Dieses lautete: Sechs Jahre Gefängnis wegen mehrfacher fahrlässiger Tötung, mehrfacher Gefährdung des Lebens und grober Verletzung der Verkehrsregeln.

Unverhältnismässig hoch sei das Strafmass ausgefallen, sagte Verteidiger Beat Hess. Er forderte das Gericht auf, sich nicht durch den öffentlichen Druck beeinflussen zu lassen, Raser härter als früher anzupacken. Zudem habe sein Mandant wiederholt am Unfallort ein «Viech» erwähnt. Dabei handle es sich um Schutzbehauptung des Täters, entgegnete Staatsanwalt Peter Bühlmann. Das Urteil wird den Parteien schriftlich zugestellt.

Stefan Roschi

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.