Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Luzerner Parlament diskutiert über Wasserknappheit und Trockenheit

Infolge des Hitzesommers im vergangenen Jahr haben gleich drei Luzerner Kantonsräte Anfragen eingereicht. Auch der Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdirektor sieht Handlungsbedarf – vor allem im Seetal.
Roseline Troxler

Wasserknappheit und Trockenheit haben im vergangenen Sommer diverse Gemeinden vor Herausforderungen gestellt. Das Problem hat auch Luzerner Kantonsräte beschäftigt. Ruedi Amrein (FDP, Malters) und Markus Odermatt (CVP, Ballwil) gelangten mit Fragen an die Regierung. Die beiden Kantonsräte wollten wissen, wie die Regierung die Wasserknappheit einschätzt, wie gross der Wasserbedarf im Kanton Luzern ist oder wie die Vernetzung in Risikogebieten aussieht.

Robert Küng sieht drei Ebenen in der Pflicht

Mit den Antworten des Regierungsrats sind Amrein und Odermatt allerdings nur teilweise zufrieden, wie sich im Parlament am Montagnachmittag zeigt. Handlungsbedarf sieht der Malterser FDP-Politiker Amrein vor allem im Seetal. «Hier müsste mehr gehen», sagte er. Dies sieht auch Regierungsrat Robert Küng (FDP) so. Während er die Vernetzung im Raum Sempachersee positiv hervorhebt, sieht er im Seetal noch Verbesserungspotenzial. Dort seien keine Aktivitäten im Zusammenhang mit einer regionalen Wasserversorgungsplanung bekannt.

Küng sagte: «Eine bessere Vernetzung in den Regionen anzustossen, sehen wir jetzt als kantonale Aufgabe an.» Der FDP-Regierungsrat nimmt alle drei Ebenen in die Pflicht: die Gemeinden, die regionalen Entwicklungsträger, aber auch den Kanton. Für CVP-Kantonsrat Odermatt stellt sich dabei die Frage, ob der Kanton finanzielle Anreize schaffen kann, damit Regionen Abklärungen treffen können. «Der Wasserverbund Aquaregio zeigt auf, was möglich ist.» Weiter fordert der Ballwiler in seinem Votum Konzepte für Notsituationen, auf welche zurückgegriffen werden kann, um eine gleichmässige Wasser-Verteilung im Kanton zu ermöglichen.

«Ich bin enttäuscht über die Antwort»

In einem weiteren Vorstoss wollte die Grünen-Fraktionschefin Monique Frey (Emmen) wissen, welches die Folgen von Hitze und Trockenheit des Hitzesommers im Kanton Luzern sind und welche Massnahmen der Kanton getroffen hat, um die Auswirkungen abzufedern. Frey sagte im Rat: «Ich überlege mir, den Vorstoss nochmals einzureichen. Denn ich bin enttäuscht über die Antwort. So fehlen ganz viele Informationen, etwa darüber, wie die Gemeinden mit der Trockenheit umgegangen sind.» Weiter fordert Frey in ihrem Votum zusätzliche finanzielle Ressourcen.

Regierungsrat Robert Küng hingegen sieht den Zeitpunkt für Geldforderungen derzeit als nicht gegeben: «Es gibt sehr gute Beispiele der Vernetzung der Gemeinden. Ausserdem ist der Wasserverbrauch pro Person rückläufig, die Sensibilisierung greift.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.