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Luzerner Parteien wollen kleinere Sportanlagen fördern

Der Kanton Luzern will mehr Verbindlichkeit zur Förderung von Sportanlagen und hat dazu ein Sportanlagenkonzept erstellt. Die Parteien begrüssen dieses, wollen aber eine stärkere Unterstützung für den Breitensport.
Roseline Troxler
Fechter bei einem Wettkampf in der Maihofhalle, der eine kantonale Bedeutung zugeschrieben wird. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 24. September 2017)

Fechter bei einem Wettkampf in der Maihofhalle, der eine kantonale Bedeutung zugeschrieben wird. (Bild: Philipp Schmidli, Luzern, 24. September 2017)

Jüngst konnten sich die Parteien zum Entwurf des Sportanlagenkonzepts äussern. Dieses bildet die Grundlage für die Förderungspolitik des Kantons der Sportanlagen. Damit sollen die kantonalen Mittel zielgerichtet eingesetzt werden.

Abgesehen von der GLP haben sich alle Parteien zum Konzept geäussert. Sie sind grundsätzlich zufrieden mit der Förderungspolitik. Im Konzept teilt der Kanton die Anlagen für den Breiten- und im Spitzensport in solche von nationaler (etwa das Ruderzentrum Rotsee), kantonaler (Maihofhalle Luzern) und regionaler Bedeutung (wie die Sportanlage Seefeld, Horw) ein (wir berichteten). Derzeit sind im Katalog gut 50 Anlagen aufgeführt.

Förderung ist an Bedingungen geknüpft

Der Kanton sieht vor, Anlagen von regionaler und kantonaler Bedeutung mit Geldern aus dem Lotteriefonds zu unterstützen. Solche Anlagen sollen Investitionsbeiträge von maximal 25 Prozent der anrechenbaren Baukosten erhalten, vorbehältlich verfügbare Mittel. Wie Philipp Wermelinger, Beauftragter für Sport und Bewegung beim Kanton Luzern, im Januar sagte, entspricht dies «ungefähr der Höhe der bisherigen Förderbeiträge». Die Beiträge werden an Bedingungen geknüpft, etwa einen Finanzierungsnachweis oder Benützungsverträge. Doch auch Anlagen von lokaler Bedeutung sollen weiterhin in den Genuss von Unterstützung kommen. Für Vereine oder Verbände sind Beträge von bis zu 150'000 Franken oder 20 Prozent der Gesamtkosten vorgesehen. Gemeinden sollen von einem Beitrag von zehn Prozent der Kosten oder maximal 80'000 Franken profitieren.

Die CVP erachtet das Konzept als «umfassend». Sie fordert aber, das Wort Anlage genauer zu definieren und «den Weg der Aufnahme einer Anlage» ins Konzept noch zu beschreiben. Die FDP schreibt, dass sie die Erarbeitung einer Grundlage unterstützt. Wichtig sei aber, dass der Nutzen auch die Vereine und aktiven Sportler erreiche. Die FDP regt ausserdem an, Schulsportanlagen, «welche nicht zu den geförderten Anlagen» gehören, stärker auszulasten. «Die Benützung soll gefördert und nicht gehemmt werden», heisst es. Die SVP begrüsst die Pläne zur Förderung der Anlagen, unterstreicht aber: «Der sportliche Mehrwert muss unterstützt werden, nicht architektonische Ästhetik.» Dieser Nachweis soll unbürokratisch erbracht werden können.

Sieben Kriterien entscheiden über Aufnahme

Der Kanton sieht sieben Kriterien für die Aufnahme in den Katalog vor, darunter den Bedarf, die Auslastung oder die Nachhaltigkeit. Die SVP ist zufrieden, zusätzliche Kriterien seien unnötig. Anders sieht dies die SP. Sie fordert eine Ergänzung um die Punkte Nachhaltigkeit, Energienutzung, Bodenverbrauch und Mobilität. Auch die FDP hat Einwände. «Die Kriterien Nachhaltigkeit und Erschliessung lassen einen grossen Interpretationsspielraum offen.» Für die Grünen sind auch eine ökologische Bauweise und eine gute Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr zentral.

Weiter betonen die Grünen die Bedeutung lokaler Anlagen für den Breitensport, der Nutzen für breite Schichten solle höher gewichtet werden. Weiter heisst es in der Stellungnahme: «Allenfalls könnten wir uns auch einen höheren Förderumfang als bisher vorstellen.» Angeregt werden auch Vorzugskonditionen für Schulen.

Die SP warnt bei der Förderung vor der Gefahr des Giesskannenprinzips. Stattdessen sollten «sehr innovative Ideen» stärker gefördert werden. Die SP wünscht sich ausserdem eine Verstärkung sowohl der interkantonalen wie auch der kommunalen Zusammenarbeit.

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