Luzerner «Pikett-Anwalt»: Hohe Kosten

Wer im Kanton Luzern angeklagt wird, hat schon bei der ersten Befragung Anrecht auf einen Anwalt. Das ist für den Beschuldigten positiv – lässt aber die Kosten explodieren.

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Direkt nach der Verhaftung besteht das Anrecht auf einen Anwalt. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Direkt nach der Verhaftung besteht das Anrecht auf einen Anwalt. (Bild: Keystone/Gaetan Bally)

Der «Anwalt der ersten Stunde» wurde in Luzern 2011 per Gesetz eingeführt. Nun zeigt sich: Das Anrecht auf rechtliche Beratung direkt nach der Verhaftung stärkt die Rechte des Beschuldigten, lässt aber die Kosten explodieren. «Die Kosten der Verteidigung haben sich durch diese neue Massnahme verdoppelt», sagt der Luzerner Oberstaatsanwalt Daniel Burri.

Heinz Ottiger vom Vorstand des Vereins Pikett Strafverteidigung hält dagegen, dass sich dies durch kürzere Einvernahmen bei der Staatsanwaltschaft teilweise kompensiere. Ottiger zieht eine positive Bilanz der neuen Regelung. Sie sei «ein entscheidender Schritt hin zu einem fairen Verfahren».

red

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