Luzerner Polizei hält Kriminaldaten zurück

Die Herkunft der Straftäter wird gesamtschweizerisch statistisch erfasst. Im Kanton Luzern hält man von der Veröffentlichung der Daten aber nicht viel.

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Das Kriminalgericht-Gebäude in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Das Kriminalgericht-Gebäude in Luzern. (Bild: Archiv Neue LZ)

Wenn in den Medien von Kriminalfällen berichtet wird, stellt sich oft auch die Frage nach der Nationalität der Täter. Seit der Harmonisierung der polizeilichen Kriminalstatistik durch den Bund im Jahr 2009 wird die Nationalität polizeilich registrierter Beschuldigter von allen Kantonen statistisch erfasst und an das Bundesamt für Statistik weitergereicht.

In Basel-Stadt werden die statistisch ausgewerteten Daten vollumfänglich veröffentlicht. Markus Melzl, Medienverantwortlicher der Staatsanwaltschaft Basel-Stadt, ist überzeugt: «Wir sind als Strafverfolgungs- und Anklagebehörde gegenüber der Bevölkerung nur glaubhaft, wenn wir diese Informationen nicht unter dem Deckel behalten.» Gerade die Ausländerkriminalität verschwinde nicht, wenn man Informationen zurückhalte. Auch in anderen Kantonen wie Bern oder Zürich sind die Behörden in Sachen Kriminalstatistiken transparenter als in der Zentralschweiz.

«Unübersichtlicher Datenhaufen»

In Luzern ist man bezüglich Veröffentlichung dieser Daten anderer Meinung: «Es muss eine Auswahl getroffen werden, um nicht einen unübersichtlichen Datenhaufen zu veröffentlichen», sagt Madeleine Meier, Stabsmitarbeiterin des Justiz- und Sicherheitsdepartements. Eine Veröffentlichung der Nationalitäten berge Gefahren.

Aleksandra Mladenovic

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