Luzerner Rechtsprofessor wird in Italien für seine Forschung geehrt

Am 11. Januar wurde in Noto der Kulturpreis «Premio Noto Antica» vergeben. Erhalten hat ihn unter anderem der Luzerner Rechtsprofessor Michele Luminati.

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Prof. Dr. Michele Luminati

Prof. Dr. Michele Luminati

Bild: PD

(rai) «Premio Noto Antica» heisst der italienische Kulturpreis, den der Rechtsprofessor der Universität Luzern, Prof. Dr. Michele Luminati, für seine langjährige Forschungs- und Publikationstätigkeit im sizilianischen Noto erhielt. Die Preisübergabe fand am 11. Januar im «Tina Di Lorenzo-Theater» in Noto statt, wie es in einer Medienmitteilung der Universität Luzern heisst. Luminati freue sich sehr über den Preis: «Denn mit dem Preis werden sowohl mein wissenschaftlicher Beitrag zur Stadtgeschichte als auch mein langjähriges politisches und kulturelles Engagement in Noto gewürdigt», wird Luminati zitiert.

Luminati setzt sich seit den späten 1980er Jahren mit der sizilianischen Barockstadt Noto auseinander, worüber er auch 1995 seine Dissertation verfasste. Luminatis letztes Forschungsprojekt entstand in Zusammenarbeit mit dem Archäologen Lorenzo Guzzardi und befasste sich mit der Entstehungsgeschichte Notos. Hierzu wurden archäologische und archivalische Ausgrabungen miteinander kombiniert. Die Ergebnisse werden demnächst in Form einer Monografie präsentiert.

Die Preisverleihung ist Teil der Initiative «Nella Ferita la Cura» («In der Wunde die Heilung»). Sie solle an das verheerende Erdbeben vom 11. Januar 1693, das die Stadt Noto vollständig zerstörte, erinnern. Neben Luminati wurde auch der verunglückte Archäologe und Kulturminister der Region Sizilien, Sebastiano Tusa, geehrt. Er war ein Pionier der Unterwasserarchäologie Italiens und verunglückte am 10. März 2019 bei einem Flugzeugabsturz in Addis Abeba tödlich.

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