Luzerner Regierung muss Pilotversuch für Mobility-Pricing prüfen

Der Regierungsrat soll prüfen, wo und wie im Kanton Luzern geeignete Pilotversuche für Mobility-Pricing in Frage kommen. Das entsprechende Postulat von GLP-Kantonsrat Andras Özvegyi hat das Kantonsparlament teilweise überwiesen.

Alexander von Däniken
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Stau in Ebikon: Jetzt soll der Luzerner Regierungsrat prüfen, ob sich hier Mobility-Pricing lohnt.

Stau in Ebikon: Jetzt soll der Luzerner Regierungsrat prüfen, ob sich hier Mobility-Pricing lohnt.

Dominik Wunderli (22. Mai 2018)

Werden im Kanton Luzern dereinst ausgewählte Strassen nur noch gegen Gebühr befahrbar sein? Das sogenannte Mobility-Pricing ist in der Schweiz umstritten, im Ausland aber zum Teil schon umgesetzt. So können manche deutsche Stadtzentren nur noch mit umweltfreundlichen Autos befahren werden.

Andras Özvegyi (GLP, Luzern) forderte den Luzerner Regierungsrat nun mit einem Postulat auf, geeignete Gebiete für Pilotversuche von Mobility-Pricing zu prüfen. Der Regierungsrat empfahl dem Parlament, den Vorstoss abzulehnen. Erstens müssten auf Stufe Bund die Grundlagen geschaffen werden. Zweitens beschäftigt sich bereits das kantonale Bau-, Umwelt- und Wirtschaftsdepartement mit der künftigen Mobilität, wozu auch Mobility-Pricing gehört. Drittens hätte ein Pilotversuch erhebliche Kosten zur Folge.

Doch eine Mehrheit des Parlaments hat sich für eine teilweise Erheblicherklärung des Postulats ausgesprochen.

Die Entscheide des Luzerner Kantonsrats im Überblick:
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