Luzerner Regierung muss Praxis zur Grünflächenpflege überarbeiten

Wie oft sollen Grünflächen entlang der Kantonsstrassen geschnitten werden? Hier muss der Kanton über die Bücher, findet der Kantonsrat.

Roseline Troxler
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CVP-Kantonsrat Daniel Piazza (Malters) verlangt von der Regierung in einem Postulat, dass diese die Praxis zur Grünflächenpflege entlang von Kantonsstrassen überprüft. Luzern verfüge über mehr als 500 Kilometer Kantonsstrassen. Die heutige Bewirtschaftung widerspricht laut Piazza ökologischen und ökonomischen Grundsätzen. Gerade Böschungen sind laut der Vogelwarte Lebensraum vieler Arten. Wurden diese früher teils nur einmal pro Jahr geschnitten, werden sie laut dem Vorstösser heute «unabhängig von der sicherheitstechnischen Notwendigkeit bis zu fünfmal geschnitten».

Heutige Praxis nimmt auf ökologische Werte Rücksicht

Der Regierungsrat beantragte eine teilweise Überweisung des Postulats, da die heutige Praxis bei der Grün- und der Gehölzpflege und bei der Neophytenbekämpfung zweck- und verhältnismässig sei. «Die heutige Praxis nimmt bereits in hohem Mass auf ökologische Werte Rücksicht.» Diesen soll in Zukunft aber noch stärker Rechnung getragen werden.

Der Kantonsrat sprach sich mit 86 zu 9 Stimmen für eine vollständige statt der beantragten teilweisen Überweisung aus. CVP, GLP und Grüne und SP waren für eine vollständige Überweisung, die SVP grossmehrheitlich, während die FDP gespalten war.