Luzerner Regierung will nichts wissen von einem Rodungs-Moratorium

Wertvolle Hochstammbäume sollen weiterhin gefällt werden dürfen, wenn sie vom Feuerbrand betroffen sind. Das schreibt der Luzerner Regierungsrat in der Antwort auf einen entsprechenden Vorstoss im Kantonsrat.

cpm
Drucken
Teilen

Wie soll mit der aggressiven bakteriellen Baumkrankheit Feuerbrand umgegangen werden? Der grüne Kantonsrat Andreas Hofer (Sursee) und zahlreiche Mitunterzeichner eines Postulats finden, die rigorose Rodungspraxis sei überholt. Denn obwohl Hunderte von wertvollen Hochstämmern geopfert worden seien, habe sich der Feuerbrand flächendeckend festgesetzt.

Von dem geforderten Rodungs-Moratorium will nun aber die Luzerner Regierung nichts wissen. Auch wenn sich mit der neuen Pflanzengesundheitsverordnung ab dem Jahr 2020 der Umgang mit dem Erreger ändern dürfte, hält die Regierung die aktuelle Bekämpfungsstrategie für richtig, da mit ihr differenziert vorgegangen werden könne. In ihrer ablehnenden Antwort zum Postulat schreibt sie: «Ein Moratorium würde den Schutz wertvoller Hochstammbäume gefährden und nicht, wie im Postulat suggeriert, dem Erhalt von Hochstammbäumen dienen.»