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Luzerner Regierungsrat Marcel Schwerzmann: «Ich sehe mich nicht als Missionar»

Seine Arbeit mache dem amtsältesten Luzerner Regierungsrat immer noch Freude – darum tritt Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) auch 2019 zu den Wahlen an. Er wird sich gegen Herausforderer aus dem linken Lager behaupten müssen.
Simon Mathis
Will im nächsten Frühling seine vierte Amtsperiode starten: Regierungsrat Marcel Schwerzmann. Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 13. April 2017)

Will im nächsten Frühling seine vierte Amtsperiode starten: Regierungsrat Marcel Schwerzmann. Bild: Corinne Glanzmann (Luzern, 13. April 2017)

Der Luzerner Finanzdirektor Marcel Schwerzmann (parteilos) schafft klare Verhältnisse: Er will im Regierungsrat bleiben und tritt zu den Wahlen am 31. März 2019 erneut an. Das teilte der 53-jährige Krienser gestern mit. Schwerzmann sitzt seit 2007 in der Luzerner Kantonsregierung und ist von den fünf Mitgliedern am längsten im Amt.

«In den letzten Wochen und Monaten bin ich von unzähligen Menschen gebeten worden, erneut zu kandidieren», schreibt er in der Mitteilung. Den Posten als Finanzdirektor würde er am liebsten behalten: «Die Arbeit im Finanzdepartement macht mir immer noch grosse Freude», sagt Schwerzmann auf Anfrage.

Nicht nur Finanzen im Fokus

In den «Wahlmodus» werde Schwerzmann nicht wechseln. Er wolle «konzentriert und mit Engagement» an Themen weiterarbeiten, die für den Kanton Luzern wichtig seien. In erster Linie denkt er dabei an die Weiterentwicklung der Steuer- und Finanzstrategie. Die nächsten Prüfsteine hierfür sind die Budgetberatung im Kantonsrat und die kantonale Steuerreform.

«Ich sehe mich nicht als Missionar», sagt der Finanzdirektor dazu. «Aber ich bin hochmotiviert, den von Luzern mutig eingeschlagenen Weg konsequent zu Ende zu gehen. Wir konnten diese Woche einen guten Aufgaben- und Finanzplan vorstellen. Mit der Steuergesetzrevision 20 können wir die Steuerstrategie, welche wir seit 2005 verfolgen, entscheidend abrunden.»

Abgesehen von den Finanzgeschäften gibt es noch weitere Projekte, die Schwerzmann zum Erfolg bringen will: so etwa die Digitalisierung der Verwaltung, die Totalrevision des Schatzungsgesetzes und das Projekt Zentrale Verwaltung am Seetalplatz. «Meine zwölfjährige Erfahrung will ich nutzen, um diese Projekte zum Erfolg zu bringen.»

Allerdings sieht sich Schwerzmann vor allem in Finanzfragen hartem Gegenwind ausgesetzt. So betont das linke Lager seit Jahren die «gescheiterte Finanzstrategie». Im März will die SP darum den Sitz des amtierenden Finanzdirektors frontal angreifen. Kantonsrat Jörg Meyer aus Adligenswil soll den Posten erobern.

«Marcel Schwerzmann ist Teil des Problems – und er möchte es offenbar gerne weiter bleiben», sagt David Roth, Präsident der SP Kanton Luzern. Mit seiner erneuten Kandidatur gefährde Schwerzmann die Konkordanz. «Diese wäre dringend nötig, besonders in der schwierigen Zeit, in der sich Luzern befindet.» Roth gibt sich überzeugt: «Mit Jörg Meyer präsentieren wir einen Kandidaten, der mit seiner positiven und konstruktiven Art den Blick Luzerns wieder in die Zukunft richten kann.»

Auch die Jungsozialisten des Kantons Luzern kritisieren Schwerzmanns erneute Kandidatur: Sie hoffen laut einer Mitteilung darauf, dass die Stimmbürger Schwerzmann «in die verdiente politische Pension schicken».

Derweil hat sich die Parteileitung der Grünen Luzern für eine Wunschkandidatin entschieden: Korintha Bärtsch. Als Konkurrent von Schwerzmann hat sich auch Roland Fischer, Präsident der GLP Kanton Luzern, in Stellung gebracht.

Gegenüber seinen Herausforderern gibt sich Schwerzmann selbstbewusst. «Ein Wahlausgang ist immer ungewiss.» Aber: «Würde ich meine Wahlchancen nicht als gut einschätzen, hätte ich nicht mehr kandidiert.»

Wichtige weitere Geschäfte würden noch anstehen: «Für die Jahre 2019 bis 2022 konnten wir einen schuldenbremskonformen Aufgaben- und Finanzplan präsentieren. Dank einer konsequenten Umsetzung des Finanzleitbildes 17 kommen wir ohne ein zusätzliches Sparpaket aus», so Schwerzmann. Damit diese Planung auch eintreffe, müssen man gemeinsam für die kantonalen Projekte «Aufgaben- und Finanzreform 18» und «Steuergesetzrevision 20» kämpfen. Gleiches gelte für die zwei Bundesgeschäfte «Nationaler Finanzausgleich» und die «Steuervorlage 17».

Diese Kandidaturen stehen fest

Die bisherigen Regierungsräte Reto Wyss (CVP, Rothenburg) und Paul Winiker (SVP, Kriens) treten am 31. März 2019 definitiv wieder an. Gleich entschieden hat sich der amtierende Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf (CVP, Pfaffnau). Fest steht auch die Kandidatur von Fabian Peter (FDP, Inwil), der von der FDP am 28. Juni nominiert wurde und auf Parteikollege Robert Küng folgen soll.

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