Luzerner Regierungsrat verrät: ÖV-Live-App soll weiterentwickelt werden

Der Verkehrsverbund Luzern als digitale Mobilitätsplattform? So weit will die Luzerner Regierung nicht gehen. Trotzdem soll ein entsprechender Vorstoss teilweise erheblich erklärt werden.

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Die App ÖV-Live hilft bei der Reiseplanung.

Die App ÖV-Live hilft bei der Reiseplanung. 

Bild: PD

(avd) Von Fahrdiensten wie Uber bis Velomieten wie bei Nextbike – in der Schweiz werden Fahrten immer öfter digital organisiert. Hier sollte besonders der öffentliche Verkehr nicht ins Hintertreffen geraten, findet der Luzerner Grüne-Kantonsrat Hannes Koch. Er fordert darum den Regierungsrat in einem Postulat auf, den Verkehrsverbund Luzern in Richtung einer digitalen Mobilitätsplattform weiterzuentwickeln.

Die Regierung unterstützt die Idee, Mobilitätsangebote verkehrsmittelübergreifend darzustellen und über eine Plattform die Möglichkeit von Buchung und Bezahlung zu geben. Dies geht aus der Stellungnahme hervor, die seit Dienstag öffentlich ist. Trotzdem soll das Kantonsparlament den Vorstoss nur teilweise erheblich erklären.

Rechtliche, finanzielle und praktische Grenzen

Einerseits gibt es bereits die ÖV-Live-App, die Fahrplanabfragen in Echtzeit erlaubt. Die Stadt Luzern und die Verkehrsbetriebe Luzern wollen mit dem Verkehrsverbund prüfen, wie die App «pragmatisch weiterentwickelt» werden könne, wie der Regierungsrat schreibt.

Andererseits gebe es rechtliche, finanzielle und praktische Grenzen. Werde der Verkehrsverbund zu einem Mobilitätsvermittler, sei das auch laut dem Bund eine heikle privatwirtschaftliche Aktivität. Pläne, Velo-Sharing-Angebote auf dem Land zu installieren, seien teuer. Zudem sei eine nationale Lösung am sinnvollsten.

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