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Luzerner Schultheatertage: Seit
30 Jahren eine Erfolgsgeschichte

An den 30. Luzerner Schultheatertagen gehen zwölf Schulklassen auf «Spurensuche». Die Aktion trifft bei Schülern und Lehrern auf grosse Begeisterung. Wohl der Grund, weshalb die Erfolgsgeschichte noch eine Weile andauern dürfte.
Hannes Bucher
Die Schüler der Klasse 6B führen im Theaterpavillon in Luzern ihr Stück «Die Truhe im Estrich» auf. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 5. Juni 2018)

Die Schüler der Klasse 6B führen im Theaterpavillon in Luzern ihr Stück «Die Truhe im Estrich» auf. (Bild: Roger Grütter, Luzern, 5. Juni 2018)

Hinter der Bühne des Theaterpavillons am Spelteriniweg in Luzern ist das Kribbeln fast mit Händen zu fassen. Es ist Montagabend. Die Schüler der Klasse 6B vom Stadtluzerner Schulhaus Säli brennen darauf, ihr Stück zu zeigen. «Die Truhe im Estrich» heisst das Theater, welches die Schüler von Lehrerin Daniela Degonda aufführen. Dann gibt Ursula Ulrich, die Leiterin des Zentrums Theaterpädagogik der Pä-dagogischen Hochschule Luzern, die Bühne frei.

Jetzt kramen die Sechstklässler im fiktiven Estrich des Opas in einer alten Truhe, sie gehen auf «Spurensuche» – getreu dem Motto der diesjährigen Luzerner Schultheatertage, welche heuer ihr 30-Jahr-Jubiläum feiern: «30 Jahre Schultheatertage hinterlassen Spuren, die auf das Vergangene schliessen lassen. Spuren, die in eine neue Richtung weisen. Spuren, die es zu lesen gilt», heisst es im Programm der Veranstaltung, welche noch bis Freitag dauert.

Theater vom Estrich bis ins Brockenhaus

Zurück auf den Estrich: In der Truhe finden sich viele Gegenstände, welche die Fantasie der Kinder beflügeln. So entsteht etwa die Geschichte über die sonderbare Reise einer goldenen Münze, die auf wundersame Weise wieder zu ihrem Besitzer zurückfindet. Eine Violine, ein Waldhorn, ein Schnürsenkel lassen die Fantasie weiter blühen. Alle Kinder werden im Stück eingebunden, jedes hat seinen Part. Das kommt beim Publikum an, der Applaus ist garantiert.

Dann folgt die Parallelklasse 6A von Lehrerin Ruth Kreyenbühl. «Old But Gold» heisst ihr Stück. Sie haben das Brockenhaus als Fundgrube für Geschichten entdeckt: Ein altes Klingeltelefon, eine klappernde Schreibmaschine, oder ein surrender Filmprojektor geben ihre Geheimnisse Preis. Doch nicht nur das: Auch ein moderner Tanz und eine Breakdance-Nummer werden ins Stück miteingeflochten. Auch diesmal kommen alle Schüler zum Zug und dürfen sich den verdienten Applaus teilen. «Wir haben bisher tolle Stücke gesehen. Die Beteiligten haben mutig und experimentell gearbeitet», zieht Theaterpädagogin Ursula Ulrich ein erstes Fazit.

Zwölf Klassen machen mit

Alle Schulklassen wurden während der Produktionszeit von Theaterpädagogen der Pädagogischen Hochschule an bis zu sieben Halbtagen begleitet. Zwölf Klassen sind es dieses Jahr, welche an den Schultheatertagen auftreten. Gerade ihren Lehrpersonen zollt Ursula Ulrich ein zusätzliches Lob: «Es ist nicht selbstverständlich, dass sie diese Theaterarbeit auf sich nehmen.»

Die Lehrpersonen ihrerseits sind dankbar über die fachliche Unterstützung der Hochschule. Lehrerin Ruth Kreyenbühl sagt beispielsweise: «Dieses Angebot ist eine super Sache. Ich hoffe, es besteht noch lange.» Das dürfte so auch weiterhin der Fall sein, nachdem die Einrichtung seit 30 Jahren erfolgreich unterwegs ist. Das Fazit der aktuellen Leiterin: «30 Jahre Luzerner Schultheatertage. Wir dürfen sagen: Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag.» Das Luzerner Modell sei zudem einzigartig in seiner Form. Wohin geht der künftige Weg? Ursula Ulrich: «Die Veränderungen in der Schule, der Lehrplan 21, die Kompetenzorientierung und nicht zuletzt der Blick in die Zukunft, die erfinderische, kreative, flexible Menschen braucht, sollen ins künftige Schultheaterschaffen einfliessen.»

Nach der Aufführung winkt die Schulreise

Auch den kommenden Klassen dürfte es so ergehen, wie es Juri, Amelio und Maurus von der Klasse 6 B erlebt haben: «Wir haben ungemein den Plausch an unserem Theaterprojekt gehabt. Alle konnten ihren Teil zum Gesamten beitragen.» Nach dem Schlussapplaus wartet jetzt noch eine zweitägige Schulreise – was will man als Schüler mehr.

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