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Luzerner Seebrücke: Der Asphalt besteht den Praxistest

Im vergangenen Sommer musste die Luzerner Seebrücke wegen Spurrillen und Verformungen saniert werden. Jetzt zeigt sich: Der neue Asphaltbelag hält, was er verspricht.
Robert Knobel
Die Seebrücke in Luzern wird täglich von 36000 Fahrzeugen befahren. (Bild: Corinne Glanzmann, 21. August 2017)

Die Seebrücke in Luzern wird täglich von 36000 Fahrzeugen befahren. (Bild: Corinne Glanzmann, 21. August 2017)

Sie waren ein Ärgernis für Autofahrer und gefürchtet von Velofahrern: Die Spurrillen auf der Luzerner Seebrücke. Entstanden waren sie, kurz nachdem der Asphalt-Belag im Jahr 2014 erneuert worden war. Offensichtlich war bei der Sanierung des Belags etwas schief gelaufen. Im Sommer 2017 erfolgte deshalb eine zweite Sanierung, bei der die verformten Stellen durch einen neuen Belag ersetzt wurden. Jetzt, ein Jahr nach der erneuten Sanierung, haben das städtische Tiefbauamt sowie das an der Sanierung beteiligte Ingenieurbüro den Strassenbelag nochmals unter die Lupe genommen.

Das Resultat ist positiv: «Der Belag auf der Seebrücke weist keine optischen Mängel auf», sagt Projektleiter Reinhard Hofmann auf Anfrage. Es seien weder Längs- noch Querunebenheiten feststellbar. Das gelte auch für die am stärksten beanspruchten Stellen auf der Seebrücke – im Bereich der Lichtsignale vor dem Schwanenplatz und auf den äusseren Fahrspuren, die durch die vielen Busse und Cars einer zusätzlichen Belastung ausgesetzt sind.

Im Labor zeigte der Belag die gewünschte Härte

Damit bestätigen sich die Labor-Prognosen, die vor einem Jahr gemacht wurden, auch in der Praxis. Damals wurde der Härtegrad des neuen Asphalts analysiert. Die Resultate waren sogar deutlich besser als der geforderte Wert. «Die Rezeptur des Belags kann sich nach einem Jahr auch unter Verkehr bestätigen», so das Fazit von Reinhard Hofmann. Ob das weiterhin so bleibt, kann zum jetzigen Zeitpunkt zwar nicht beurteilt werden. Doch wenn alles nach Plan läuft, sollte der Belag auf der Seebrücke in den nächsten Jahren keinen Anlass zu Beanstandungen mehr geben. Zum Vergleich: Der ursprüngliche Asphaltbelag, der 1997 beim Neubau der Brücke eingebaut wurde, hielt 17 Jahre lang.

Ein Bild von 2014, kurz nach der Sanierung: Auf dem Velostreifen und der Auto-Fahrbahn sind deutlich Spurrillen zu erkennen. (Bild: Philipp Schmidli)

Ein Bild von 2014, kurz nach der Sanierung: Auf dem Velostreifen und der Auto-Fahrbahn sind deutlich Spurrillen zu erkennen. (Bild: Philipp Schmidli)

Wurde die Brücke zu früh freigegeben?

Weshalb sich der neue Belag kurz nach der Sanierung 2014 verformte, ist nicht restlos geklärt. Die wahrscheinlichste Ursache ist, dass die Fahrbahn nach dem Einbau des Belags zu früh wieder für den Verkehr freigegeben wurde. Dies ergaben Abklärungen des städtischen Tiefbauamts. Deshalb wurde bei der Sanierung 2017 darauf geachtet, den Belag während mehrerer Tage ruhen zu lassen, damit er sich genügend festigen konnte. Zudem wurde die Mischung des Asphalts gegenüber der ersten Sanierung verbessert.

Diese Massnahmen haben nun offenbar den gewünschten Erfolg gezeigt. Die Luzerner Seebrücke ist mit täglich 36000 Fahrzeugen die am stärksten befahrene Hauptstrasse im Kanton Luzern. Zusätzlich belastet wird sie durch die hohe Zahl an Bussen und Cars. Dies nicht nur wegen ihres grossen Gewichts, sondern auch wegen der Unterflurmotoren, welche viel Hitze an den Strassenbelag abgeben.

Die Strassen mit dem höchsten Verkehrsaufkommen 2016 (Fahrzeuge pro Tag)

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