Luzerner sollen im Fluss baden

Der Stadtrat soll Massnahmen prüfen zur Attraktivierung der Reuss als Badeort. Ein Experte findet die Idee aber gefährlich.

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Marcel Budmiger mit Bade-Utensilien an der Reuss im Bereich Reusszopf. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Marcel Budmiger mit Bade-Utensilien an der Reuss im Bereich Reusszopf. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Mehr Luzerner sollen künftig in der Reuss baden - so wie die Berner in der beliebten Flussbadi «Marzili». Das will zumindest Grossstadtrat Marcel Budmiger, der namens der SP/Juso-Fraktion am Donnerstag ein Postulat eingereicht hat. Darin fordert er den Stadtrat auf «zu prüfen, mit welchen Massnahmen das Baden in der Reuss zwischen Kasernenplatz und Reusszopf attraktiver und sicherer gestaltet werden kann.»

Heinz Plattner, Co-Präsident des Vereins Reussschwimmen, findet die Idee, eine breite Bevölkerung zum Flussschwimmen zu animieren, gar gefährlich und erklärt: «Viele unterschätzen das Schwimmen im Fluss.» Je nach Wasserstand können etwa aufgrund der Strömung Strudel im Wasser entstehen. «Warntafeln reichen für die Sicherheit der Schwimmer nicht aus. Sie interessieren sowieso keinen, bis etwas passiert», fügt Plattner mit Nachdruck an.

Vor den jährlich stattfindenden Reussschwimmen kontrolliere sein Team den Fluss jedes Mal auf riskante Stellen, so Plattner. Ausserdem würden die Schwimmer Neoprenanzüge tragen, um die Verletzungsgefahr zu mindern, und Flossen, um gegen die Strömung anzukommen. Riskante Stellen, wie etwa Brückenpfeiler, würden überdies durch Vereinsleute gesichert.

Aleksandra Mladenovic

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Freitag in der Neuen Luzerner Zeitung.