Willisau
Luzerner Solo- und Ensemblewettbewerb 2021: Esteban Umiglia verteidigt Titel in der Sparte Blasmusik – Tom Müller ist neuer Perkussion Champion

Dieses Jahr ging der 28. Luzerner Solo- und Ensemblewettbewerb mal ganz anders über die Bühne. Dabei gab es einen neuen und einen alten Sieger.

Fabienne Mühlemann
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Die Wettbewerbslokale in Willisau blieben in diesem Jahr leer. Denn der 28. Luzerner Solo- und Ensemblewettbewerb (LSEW) fand online statt. Die über 330 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Sparten Perkussion und Blasinstrumente zeichneten vorab ein Video ihres Vortrags auf und sendeten es an das Organisationskomitee. Die Jurymitglieder bewerteten am vergangenen Wochenende die Videos im Rahmen des Anlasses aus dem Homeoffice.

Am Sonntagnachmittag wurden die Finalistinnen und Finalisten über den Zeitpunkt ihres Auftritts vor Ort in Willisau informiert – per Livestream beurteilte die Jury die Beiträge, heisst es in einer Mitteilung des OKs. Rund 400 Zuschauerinnen und Zuschauer hätten im Schnitt die Auftritte verfolgt. Der Titel des Luzerner Perkussion Champions 2021 ging an Tom Müller aus Sursee. Er setzte sich «mit einem grossartigen Solo auf dem Drumset gegen seine zwei Mitstreiter durch», heisst es weiter. Zweiter wurde Sven Dahinden (Schüpfheim) und Dritte Lea Röthlin (Grossdietwil).

Tom Müller im Livestream bei seinem Final-Auftritt.

Tom Müller im Livestream bei seinem Final-Auftritt.

Bild: PD

Der Luzerner Solo-Champion in der Sparte Blasmusik heisst wie schon vor zwei Jahren Esteban Umiglia aus Sempach. Er setzte sich vor Olivia Böbner (Hasle) und Jonas Schärli (Reidermoos) durch. «Umiglia gab mit seinem Fagott das ‹Concerto› in C-Dur von Vivaldi in so einer Präzision zum Besten, dass die Fachjury nicht anders konnte und das junge Talent zum Solochampion kürte», so die Begründung des Resultats.


Esteban Umiglia bei seinem Final-Auftritt mit dem Fagott.

Esteban Umiglia bei seinem Final-Auftritt mit dem Fagott.

Bild: PD

«Der Durchhaltewille hat sich gelohnt» – der Sieger Esteban Umiglia (18) im Kurzinterview

Was bedeutet Ihnen der erneute Gewinn des Titels?

Ich bin vor allem stolz. Denn die Coronazeit war nicht leicht für mich. Ich habe oft die Motivation verloren und nur wenig geübt. Dass es trotzdem zum Sieg gereicht hat, bestätigt mir, dass sich der Durchhaltewille gelohnt hat.

Was ist Ihr Erfolgsrezept?

Ich habe eigentlich keines. Bei der Musik sollte man nicht zu viel nachdenken, sie muss aus dem Herzen kommen und hat viel mit Intuition zu tun. Ich arbeite vor allem mit den Emotionen.

Wie war die alternative Durchführung des Anlasses für Sie?

Es war recht speziell, dass wir unsere Beiträge mit dem Handy filmen mussten, da war auch die Tonqualität nicht sonderlich gut. Ich habe zwei Versuche gefilmt und den ersten dann eingeschickt. Auf das Finale habe ich mich besonders gefreut, da ich wieder einmal vorspielen konnte. Da ich und meine Klavierbegleitung erst kurzfristig erfuhren, wann das Final stattfindet, mussten wir abrufbereit sein.

Wie sehen Ihre musikalischen Pläne aus?

Ich schliesse in diesem Jahr die Matura ab und möchte dann an der Zürcher Hochschule der Künste Fagott und Komposition für Film studieren.

Hier gibt es die Siegerinnen und Sieger:

Hinweis: Die ganze Rangliste unter www.lsew.ch/ranglisten