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Luzerner SP ärgert sich über weitere fehlerhafte Wahlliste

Die SP des Kantons Luzern berichtet von einer fehlerhaften Wahlliste. Es ist nicht der erste Fall – laut Kanton aber noch immer selten.
Lucien Rahm

Am Dienstag teilte der Kanton Luzern mit, bei einem Wähler in der Stadt Luzern hätten die Listen der Jungen Grünen und der Secondos Plus in den Wahlunterlagen gefehlt. Anstelle der beiden Listen 8 und 11 hätten sich unbedruckte Blätter befunden.

Nun berichtet die SP des Kantons Luzern, ihr liege ein weiterer Wahlzettel vor, der Fehler aufweise. Am Donnerstag teilt sie mit: «Die betroffene SP-Liste ist falsch gedruckt und zerreisst beim Herauslösen aus dem Listenblock.» Als Beleg schickt die Partei in ihrer Mitteilung folgendes Bild der besagten Liste 3 mit, über den sie ein Wähler –wiederum aus dem Wahlkreis Luzern-Stadt – informiert hat:

(Bild: PD)

(Bild: PD)

Bereits am Mittwoch machte SP-Luzern-Präsident David Roth seinem Ärger auf Facebook Luft:

Wo gewisse Facebook-Kommentatoren bereits eine Wahlbeschwerde oder gar -wiederholung fordern, empfiehlt Roth seinen Wählern, auf die Blankowahlliste zurückzugreifen und diese als SP-Liste zu beschriften.

Wahllisten «höchstens vereinzelt» fehlerhaft

Roth hat das Foto der Liste auch an die zuständige Stelle des Kantons, die Abteilung Gemeinden, geschickt – verbunden mit der Forderung nach «rascher Klärung zur Verbreitung von solchen Listen».

Elvira Schneider, Co-Leiterin Wahlen bei der Abteilung, erklärt gegenüber unserer Zeitung, wie es laut Druckerei zum Fehldruck gekommen ist: «Die einzelnen Papierrollen mit den gedruckten Wahllisten werden in eine Maschine eingespannt, wo sie zusammengeführt, geleimt, geschnitten und gefalzt werden. Einige Listen sind offenbar aus der Führung gesprungen, wodurch sie an der falschen Position geschnitten und gefalzt worden sind.»

Durch die falsche Stanzposition sei der Listenzettel beim Herauslösen aus dem Listenblock auf Höhe des ersten Namens gerissen, sagt Roth auf Anfrage.

Wie viele Wahllisten vom Problem betroffen sein könnten, lasse sich nicht genau sagen, so Schneider. «Die Druckerei geht höchstens von vereinzelten fehlerhaften Exemplaren aus. Eine grosse Anzahl wäre aufgefallen.» Kenntnis habe man bisher nur von diesem einen Fall.

«Wähler rasch informieren»

«Von Einzelfällen spricht man ja immer in solchen Fällen», sagt David Roth. Ob es sich beim einen bekannten Fall nur um die Spitze eines Eisberges handle, wisse man nie. Für ihn sei nun wichtig, dass alle Wähler rasch informiert werden, wie sie vorgehen können, wenn ihre Unterlagen fehlerhafte Listen enthalten.

Wer unvollständige oder fehlerhafte Listenblöcke in seinen Wahlunterlagen vorfindet, kann diese bei der Gemeindekanzlei seines Wohnortes ersetzen lassen, sagt Schneider. Über alle bei dieser Wahl bislang aufgetauchten Produktionsfehler werde zudem auf der Wahlwebseite des Kantons informiert.

Von einer Wahlrechtsbeschwerde, wie es seine Facebook-Follower teilweise fordern, will Roth vorerst absehen. «Wenn sich herausstellen sollte, dass das Problem doch flächendeckender ist, müssten wir uns das überlegen.»

Alles Wissenswerte zu den Wahlen im Kanton Luzern finden Sie hier.

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