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Luzerner SP fordert: Schüler sollen gratis ÖV fahren

Geht es nach der SP des Kantons Luzern, sollen in Zukunft ÖV-Abonnemente für Schüler und Kantonsräte durch den Kanton bezahlt werden. Deshalb hat die Partei für die Klima-Sondersession vom 24. Juni zwei Vorstösse eingereicht.
Zéline Odermatt
Luzerner Jugendliche an einer Klimademo in der Stadt Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, 6. April 2019)

Luzerner Jugendliche an einer Klimademo in der Stadt Luzern. (Bild: Dominik Wunderli, 6. April 2019)

Ein dringliches Postulat von Josef Schuler sieht vor, dass alle Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres gratis den öffentlichen Verkehr (ÖV) im Kanton benutzen können. Betroffen wären von der Massnahme rund 20'000 Lernende. Gemäss Zahlen von Lustat besuchten im Schuljahr 2018/2019 so viele Jugendliche eine nachobligatorische Ausbildung an einer Luzerner Schule auf Sekundarstufe II. Diese umfasst das Gymnasium, die Fachmittelschule und die Berufsfachschule.

«Die Schüler sind sowieso meist mobil und jemand muss dies bezahlen. Bisher wurden die ÖV-Abos von den Eltern oder zum Teil auch von den Gemeinden bezahlt», sagt Schuler auf Anfrage. Geht es nach der SP, soll dies in Zukunft via Steuern geschehen.

«Schüler, die von Luthern in die Berufsschule müssen, haben einen viel höheren Aufwand als Schüler, die zentral an einem Bildungsstandort wohnen», so Schuler. Dieser Umstand widerspreche der Chancengleichheit, welche die Bildung eigentlich anstrebe.

Voraussetzung für die Leistung wäre ein Wohnsitz im Kanton Luzern, ein Halbtaxabonnement und die Bestätigung der Bildungsinstitution. «Die genaue Umsetzung muss natürlich noch angeschaut werden», erklärt Schuler.

Auch Kantonsräte sollen gratis fahren

«Kantonsrätinnen und Kantonsräte sollen mit gutem Beispiel vorangehen und ein klimafreundliches Mobilitätsverhalten vorleben», sagt Urban Sager. Die dringliche Motion im Namen der SP fordert, dass die Parlamentarier anstelle von Reisespesen ein Zonen-Abonnement für den öffentlichen Verkehr von ihrem Wohnort nach Luzern erhalten. Dieses Abo soll für die ganze Amtsdauer gelten und nicht nur für Sitzungstage, für welche die Reisekosten bisher vergütet worden sind.

Dadurch würden die Kantonsräte auch dazu angehalten bei der Berufsausübung und in ihrer Freizeit den ÖV zu benutzen. Die Staatskanzlei solle mit dem Tarifverbund Passepartout im Rahmen eines Job-Abos entsprechend attraktive Tarife aushandeln und gleichzeitig die generellen Reisespesen aufheben. «Es ist daher nicht mit markanten Mehrkosten zu rechnen», steht in der Motion.

Mit diesen Vorstössen möchte die SP die Emissionen, die durch die Mobilität verursacht werden, eindämmen. Die Ökobilanz des ÖV falle gegenüber dem Individualverkehr positiver aus. So könne man Anreize schaffen, ohne jemandem etwas zu verbieten.

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