Luzerner SP setzt auf Zweierticket und sagt anderen Parteien im Stadtrat den Kampf an

Die SP der Stadt Luzern unterstützt ein Zweierticket für die Stadtratswahlen im kommenden März. Die Mitgliederversammlung nominierte am Dienstagabend neben dem amtierenden Stadtpräsidenten Beat Züsli mit Judith Dörflinger eine zweite Kandidatin.

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Kandidiert wieder für den Stadtrat: der amtierende Stadtpräsident Beat Züsli. (Bild: Dany Schulthess, 12. Juli 2018)

Kandidiert wieder für den Stadtrat: der amtierende Stadtpräsident Beat Züsli. (Bild: Dany Schulthess, 12. Juli 2018)

(sda) Die 60 Anwesenden sprachen sich grossmehrheitlich für den Vorschlag der Geschäftsleitung aus, die einen zweiten Sitz in der Luzerner Stadtregierung anstrebt, wie SP-Präsident Claudio Soldati auf Anfrage sagte. Die Partei wolle damit eine Auswahl bieten, man greife nicht spezifisch einen der Sitze im Stadtrat an.

Ihren Anspruch auf einen zweiten Sitz bestätigt sehe die SP nicht zuletzt nach den Verlusten der bürgerlichen Parteien bei den kantonalen und eidgenössischen Wahlen in diesem Jahr als begründet an.

Will ebenfalls in den Stadtrat: Judith Dörflinger. (Bild: PD)

Will ebenfalls in den Stadtrat: Judith Dörflinger. (Bild: PD)

In der fünfköpfigen Luzerner Stadtregierung haben SP, Grüne, GLP, CVP und FDP aktuell je einen Sitz. Der 56-jährige Beat Züsli soll für eine weitere Amtszeit antreten, er wird sekundiert von der 50-jährigen ehemaligen Grossstadträtin Judith Dörflinger.

Umwelt- und Mobilitätsdirektor Adrian Borgula (Grüne) wurde von seiner Partei bereits erneut nominiert. Die SVP, die noch nie einen Sitz im Luzerner Stadtrat besetzen konnte, will den Sprung in die Exekutive mit Silvio Bonzanigo schaffen, einem 67-jährigen ehemaligen CVP-Politiker und Gewerkschafter.