LUZERNER SPARPAKET: Bald weniger Klassenlager und weniger Elterngespräche?

Die Lehrer im Kanton Luzern müssen ab dem Schuljahr 2017/18 für denselben Lohn eine Lektion pro Woche mehr unterrichten. Nun wollen sie, dass andere Arbeitsbereiche reduziert werden.

Drucken
Teilen
Der Lehrplan 21 gilt ab 2017 auch in den Urner Schulzimmern. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Der Lehrplan 21 gilt ab 2017 auch in den Urner Schulzimmern. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Seit dem Ja des Luzerner Kantonsrats wissen die Lehrer, dass sie im kommenden Schuljahr für den gleichen Lohn mehr arbeiten müssen.  Nun meldet sich der Verband der Luzerner Mittelschullehrerinnen und Mittelschullehrer (VLM) zu Wort. In einer am Samstag verschickten Medienmitteilung liess deren Präsident Remo Herbst verlauten, dass der «neue Zustand» vor allem «für die Luzerner Gymnasiallehrpersonen unhaltbar und ungerecht» sei. Man fordere darum, dass der Berufsauftrag für die Gymnasiallehrer angepasst werde.

Künftig nur noch ein Klassenlager pro Jahrgang?

Mit der Pensenerhöhung kommen auf einen Gymnasiallehrer pro Jahr zwei zusätzliche Wochen Arbeitszeit hinzu. «Ohne deutlichen Abbau bei den Aufgabenbereichen, die nicht zur direkten Unterrichtszeit zählen, ist dies für die Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer im Kanton Luzern nicht mehr zu bewältigen», steht in der Mitteilung. Konkret will der VLM alle Arbeitsbereiche reduzieren, die nicht zur Kernaufgabe eines Lehrers – dem Unterrichten – gehö­ren. Ein Abbau der Aufgaben könnte folgende Punkte beinhalten: Pro Schülerjahrgang soll es noch ein Klassenlager und maximal einen Elternabend geben. Zudem seien Lehrpersonenkonferenzen und ausserschulische Aktivitäten zu reduzieren. (chh)