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Kommentar

Luzerner Spitäler:
Wirtschaftlichkeit vor Planwirtschaft

Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern, über das deutliche Nein zur Gesundheitsinitiative im Kanton Luzern.
Alexander von Däniken
Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern.

Alexander von Däniken, Leiter Ressort Kanton Luzern.

Es wäre ein Medikament mit gefährlichen Nebenwirkungen gewesen: Das Luzerner Kantonsspital und die Luzerner Psychiatrie hätten ihr Fachpersonal nach den Vorgaben der Kantonsverwaltung einstellen müssen. Damit wären die Arbeitgeber entscheidend entmachtet worden. Das Medikament hätten auch ausserkantonale Kliniken einnehmen müssen, sofern sie auf der Luzerner Spitalliste geblieben wären.

Das wuchtige, 72,8-prozentige Nein der Stimmbürger zur Initiative «Für eine sichere Gesundheitsversorgung im ganzen Kanton Luzern» ist aber mehr als eine Abfuhr an die Planwirtschaft. Die Initiative verlangte auch, dass Kantonsspital und Psychiatrie öffentliche-rechtliche Anstalten bleiben sollen. Also das Gegenteil davon, was der Luzerner Regierungsrat plant – nämlich eine Überführung in eine Aktiengesellschaft mit dem Kanton als Alleineigentümer. So wird eine engere Zusammenarbeit mit ausserkantonalen Kliniken ermöglicht. Hier ist das letzte Wort zwar noch nicht gesprochen. Das gestrige Abstimmungsergebnis kann aber durchaus als richtungsweisend gewertet werden.

Die Luzernerinnen und Luzerner zeigen mit ihrem Entscheid, dass ihr Gesundheitswesen wirtschaftlich und nicht planwirtschaftlich funktionieren soll. Die Qualität soll aber auf hohem Niveau bleiben: Das war auch das Credo der Initianten. Dazu braucht es kein Medikament. Sondern kleine Massnahmen, die das Vorhandene stärken.

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