Luzerner Stadtarchiv kostet 10,5 Millionen

Die Stadt Luzern wird ihre Akten, Kulturgüter und Kunstsammlung künftig im Ruopigen-Quartier lagern. Die Kosten für das neue Stadtarchiv belaufen sich auf 10,5 Millionen Franken.

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So soll das neue Stadtarchiv aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

So soll das neue Stadtarchiv aussehen. (Bild: Visualisierung PD)

Der Stadtrat hat am Montag den Kredit beim Grossen Stadtrat beantragt. Der Neubau wird neben der Kantonsschule Reussbühl auf einem Grundstück des Kantons realisiert. Das Stadtparlament muss deshalb auch noch einen Baurechtsvertrag gutheissen.

Wie bereits vor einem Jahr bekannt wurde, wird das neue Stadtarchiv nach Plänen des Zürcher Architektenbüros Enzmann+Fischer realisiert. Dieses war in Luzern bereits beim Armee- Ausbildungszentrum (AAL) und beim neuen Hauptgebäude der Universität mit von der Partie.

Mittlerweilen entschied die Stadt, im neuen Stadtarchiv auch ihre Kulturgüter- und Kunstsammlung unterzubringen. Stimmt das Parlament den Plänen zu, soll im Frühling 2013 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Das sechsgeschossige Gebäude im Minergie-P-Eco-Standard soll im August 2014 betriebsbereit sein.

Heute drei Standorte

Das Stadtarchiv ist heute im Gebäude von ewl Energie Wasser Luzern an der Industriestrasse sowie an zwei Standorten in Ruopigen untergebracht. Bis in zwei Jahren seien die Kapazitäten ausgeschöpft, teilte die Stadt mit. Das Stadtarchiv beherbergt heute über 5000 Laufmeter Akten und 29 Planschränke. Es wächst jährlich um 150 Laufmeter und einen Planschrank. Die Bestände verfügen über die gleiche Schutzwürdigkeit wie die Kapellbrücke.

Der Platzmangel ist nicht das einzige Problem. Der Datenschutz sei an den bisherigen Standorten nicht ausreichend, und der Schutz der Akten vor Feuer, Wasser und Klimaeinflüssen sei ungenügend, schreibt die Stadt.

Auch die Kulturgüter der Stadt - über 140 Brückenbilder sowie sakrale Gegenstände aus der Mariahilf-Kirche - und die mehrere tausend Werke umfassende Kunstsammlung werden heute an wenig geeigneten Orten gelagert. Kostenintensive Sanierungen der Werke seien die Folge, teilte die Stadt mit. Die Kulturgüter und Kunstwerke sollen deshalb im Neubau untergebracht werden.

sda