Luzerner Stadtparlament schickt Schüler ins Klassenlager

Der Grosse Stadtrat hat einen Sonderkredit von 4,22 Millionen Franken für die nächsten 10 Jahre bewilligt. Damit wird den Stadtluzerner Schülern ermöglicht, dass sie weiterhin an Schulausflügen und Klassenlager teilnehmen können.

Beatrice Vogel
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Eine Klasse auf Schulreise am Bahnhof Luzern. (Archivbild: Philipp Schmidli)

Eine Klasse auf Schulreise am Bahnhof Luzern. (Archivbild: Philipp Schmidli)

Für einmal waren sich alle Fraktionen des Grossen Stadtrats einig: Alle Schülerinnen und Schüler der Stadt Luzern sollen weiterhin an Schulreisen, Ausflügen und Klassenlagern teilnehmen dürfen. Weil seit einem Bundesgerichtsurteil die Eltern dafür nicht mehr zahlen dürfen, springt nun der Staat in die Bresche (wir berichteten).

Das Stadtparlament bewilligte am Donnerstag einen Sonderkredit von 4,22 Millionen Franken. Dieses Geld wird während den nächsten 10 Jahren für Schulausflüge und Klassenlager eingesetzt. Des Weiteren wurde ein Nachtragskredit für 2019 über 90'550 Franken gesprochen. Damit stehen pro Schüler 84 Franken im Jahr für Ausflüge zur Verfügung. Der Kanton Luzern zahlt davon 42 Franken.

Die Grossstadträte waren sich einig, dass sich die Investition lohne: für die Chancengleichheit und die Entwicklung der Lernenden. Kritisiert wurde einzig der niedrige Beitrag des Kantons Luzern - da würde man sich mehr Unterstützung wünschen, so der Tenor. Zum Vergleich: Laut SP-Grossstadtrat Adrian Albisser zahlt der Kanton Bern über 100 Franken pro Oberstufenschüler.

Stadt Luzern soll Schulausflüge finanzieren

Nach einem Bundesgerichtsurteil müssen Eltern nur noch einen begrenzten Anteil an Schulausflüge ihrer Kinder zahlen. Die Bildungskommission der Stadt Luzern beantragt nun dem Stadtrat, die entsprechenden Kredite zu sprechen.