Luzerner Stadtrat bekräftigt Nein zum 50-Meter-Schwimmbecken in der Zimmeregg-Badi

Ein 25-Meter-Schwimmbecken genügt nach Ansicht des Luzerner Stadtrats für die Ansprüche der Badenden im Waldschwimmbad Zimmeregg. Die Stadtregierung lehnt deswegen einen Bevölkerungsantrag ab, der die Beibehaltung des 50-Meter-Beckens fordert.

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Das bestehende 50-Meter-Schwimmbecken in der Zimmeregg-Badi muss einem 25-Meter-Becken weichen. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 17. August 2018)

Das bestehende 50-Meter-Schwimmbecken in der Zimmeregg-Badi muss einem 25-Meter-Becken weichen. (Bild: Dominik Wunderli, Luzern, 17. August 2018)

(sda) Beim Freibad, das sich in einer Lichtung des Zimmereggwalds im Stadtteil Littau befindet, steht eine Gesamtsanierung an. Das 12,5-Millionen-Franken-Projekt beinhaltet auch eine grundlegende Umgestaltung der 1965 errichteten Anlage.

So soll das 50-Meter-Schwimmbecken auf die Hälfte seiner Länge verkleinert werden. Begründet wird dies damit, dass das Waldschwimmbad vor allem als Familien- und Freizeitbad diene, das 50-Meter-Becken aber vergleichsweise wenig genutzt werde. Dazu sei die Aufsicht bei einem kürzeren Becken einfacher und der Wasserverbrauch kleiner.

Ein Ende August eingereichter Bevölkerungsantrag wehrt sich gegen die Verkürzung des Beckens. Der Stadtrat müsse prüfen, ob das 50 Meter lange Becken belassen werden könne, da es für Schwimmende und für den Schulunterricht sinnvoll sei und die Attraktivität der neuen Badi langfristig steigere. Allenfalls könnte es schmaler gemacht werden.

Für Vereine gibt es 50-Meter-Schwimmbecken in Kriens und Emmen

Für dem Stadtrat gibt es aber keinen Grund, vom geplanten Projekt abzurücken. Eine Projektänderung wäre mit einem grossen finanziellen Aufwand verbunden, teilte er am Montag mit. Für den Schulunterricht sei das Freibad wegen der Wetterabhängigkeit nur bedingt geeignet. Zudem trainiere zur Zeit kein Verein im Zimmereggbad. Für diese gebe es in Kriens und Emmen 50-Meter-Becken.

Das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau ist vor allem bei Familien und Kindern wegen der vielen Rutschbahnen beliebt. Hier das Nichtschwimmerbecken mit der Breitwellenrutschbahn. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
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Allerdings ist das Freibad schon seit längerem sanierungsbedürftig. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Insbesondere die technischen Anlagen sind veraltet. Die Filterbecken müssen noch manuell betrieben werden. Im Bild Bademeister Claudio Walker im Technikraum. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Das Freibad wurde 1965 erbaut. Der Eingangsbereich, das Restaurant und die Garderoben wurden 1988 erneuert und erweitert. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Der Luzerner Stadtrat will nun das Freibad zwischen 2021 und 2022 für 12,5 Millionen Franken sanieren, erneuern und von Altlasten befreien. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Für die Planung der Sanierung beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Projektierungskredit von 870'000 Franken. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Bei der Sanierung soll das Streckenschwimmbecken von 50 auf 25 Meter verkürzt werden. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Eine Option ist, einen etwas höheren Sprungturm zu erstellen. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Livio (12, links) und sein Bruder Gino (7) bei der 2017 neu installierten und sehr beliebten Jumpsliderutsche. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Die älteste Rutschbahnanlage soll ersetzt werden und einen neuen Standort beim Nichtschwimmerbecken erhalten. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)
Livio (12, rechts) und sein Bruder Gino (7, links) geniessen die freie Rutschbahn. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)

Das Waldschwimmbad Zimmeregg in Littau ist vor allem bei Familien und Kindern wegen der vielen Rutschbahnen beliebt. Hier das Nichtschwimmerbecken mit der Breitwellenrutschbahn. (Bild: Dominik Wunderli, 17. August 2018)

Das Stadtparlament dürfte im Sommer 2020 über den Sonderkredit zur Totalsanierung des Waldschiwmmbads Zimmeregg befinden. Das Bad soll dann September 2021 bis Juni 2022 erneuert werden.

Ein Bevölkerungsantrag ist ein Volksbegehren zur Mitwirkung in der Stadt Luzern. Anders als bei Initiative oder Referendum sind dafür nur 200 Unterschriften nötig. Auch Einwohner mit C-Ausweis können unterschreiben.