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Luzerner Stadtrat will Biodiversität mit 2,5 Millionen Franken fördern

Die durch die verdichtete Bauweise gefährdete Artenvielfalt in der Stadt Luzern soll gefördert werden. Der Stadtrat beantragt dem Parlament einen Kredit von 2,5 Millionen Franken, um Projekte zur Förderung der Biodiversität unterstützen zu können.
Sandra Monika Ziegler
Das neu gestaltete Areal Allmend Ost, auf dem Biodiversität gross geschrieben wird: Stefan Herfort, Bereichsleiter Natur- und Landschaftsschutz bei der Stadt Luzern (rechts), und Stadtrat Adrian Borgula. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 6. November 2018))

Das neu gestaltete Areal Allmend Ost, auf dem Biodiversität gross geschrieben wird: Stefan Herfort, Bereichsleiter Natur- und Landschaftsschutz bei der Stadt Luzern (rechts), und Stadtrat Adrian Borgula. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 6. November 2018))

Die Stadt Luzern schloss 2016 mit einem Überschuss von 37,5 Millionen Franken ab – 36,8 Millionen Franken mehr als budgetiert. 1,5 Millionen Franken davon wurden in einen Spezialfonds zur Förderung von Biodiversität im Natur- und Landschaftsschutz eingelegt.

Um nun für die nächsten sechs Jahre Projekte zur Förderung der Biodiversität zu realisieren, beantragt der Stadtrat beim Parlament einen Sonderkredit von 2,5 Millionen Franken. Die setzen sich aus den oben genannten 1,5 Millionen aus dem Spezialfonds und 1 Million Franken von Dritten wie etwa Bund und Stiftungen zusammen.

Natur soll überall statt finden

Je mehr und verdichteter gebaut wird, desto kleiner werden die Grünflächen und damit auch der Lebensraum für Pflanzen und Tiere. Deshalb setzt sich die Stadt Luzern für die Förderung von naturnahen Grünflächen im Siedlungsraum ein. Aber nicht nur dort, wie das städtische Biodiversitätskonzept aufzeigt.

Das Biotop auf dem Areal Allmend Ost. Wo einst 300 Parkplätze waren ist jetzt Natur pur. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 6. November 2018))

Das Biotop auf dem Areal Allmend Ost. Wo einst 300 Parkplätze waren ist jetzt Natur pur. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 6. November 2018))

Konkret werden im Konzept sieben sogenannte Handlungsfelder aufgelistet. Das sind die ökologische Infrastruktur, die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum, im Landwirtschaftsgebiet und Wald, der Artenschutz und dessen Förderung sowie die Verhinderung von invasiven gebietsfremden Pflanzenarten.

«Der Raum wird immer kleiner. Wir versuchen alle Chancen zu nutzen, um die Biodiversität auch mit Ausgleichsflächen zu fördern», erklärt Stadtrat Adrian Borgula (Grüne), Direktor Umwelt und Mobilität. Dazu gehöre, dass bei Neubauten bereits in der Planungsphase auf die Schaffung von biodiversen Grünflächen hingewiesen wird.

Vorzeigeprojekt mit Nachahmungspotenzial

Das Biotop auf der Allmend südlich des Hallenbads sei diesbezüglich ein Vorzeigeprojekt, betont Stadtrat Borgula. Hier, wo einst an die 300 Parkplätze waren, blüht es heute und bietet auf knapp einer Hektare Lebensraum für diverse Tierarten und einen Erholungsraum für Spaziergänger. So quakt hier mittlerweile die Gelbbauchunke, wachsen diverse Wasserpflanzen und zeigt sich ab und an der eher selten anzutreffende Schnepfenvogel Bekassine.

Das freut den studierten Biologen Adrian Borgula. Er nutzt das Gebiet auch in seiner Freizeit und weiss: «Hier konnten bereits 20 bis 30 Libellenarten nachgewiesen werden.» Das sind weitaus mehr als etwa bei einer durchschnittlichen landwirtschaftlichen Fettwiese. «Nicht alles, was hier gedeiht, ist von alleine gewachsen, wir haben mit Wildsträuchern auch nachgeholfen», sagt Stefan Herfort, Bereichsleiter Natur- und Landschaftsschutz. Doch das Resultat könne sich sehen lassen.

Im laufenden Jahr stehen der Stadt 180 000 Franken für Daueraufgaben und Projekte im Bereich Natur- und Landschaftsschutz zur Verfügung. Mit dem beantragten Sonderkredit sollen nicht nur Projekte unterstützt, sondern auch eine zusätzliche Stelle geschaffen werden. Borgula: «Das soll eine 100-Prozent-Stelle sein. Sobald der Kredit genehmigt ist, wird sie ausgeschrieben.» Das könnte bereits Ende dieses Jahres sein.

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