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Luzerner Stadtrat will Südpol weiter mit einem Millionen-Beitrag unterstützen

Der Luzerner Stadtrat legt den Subventionsvertrag mit dem Kulturhaus Südpol vor. In den nächsten vier Jahren soll dieses jährlich mit rund einer Million Franken unterstützt werden. Damit verbunden ist ein klares Bekenntnis zur regionalen Kulturszene.
Beatrice Vogel
Das Luzerner Kulturhaus Südpol in Kriens soll weiterhin Subventionen von der Stadt Luzern erhalten. (Bild: Corinne Glanzmann, 12. Oktober 2018)

Das Luzerner Kulturhaus Südpol in Kriens soll weiterhin Subventionen von der Stadt Luzern erhalten. (Bild: Corinne Glanzmann, 12. Oktober 2018)

Es war ein turbulentes Jahr 2018 für den Luzerner Kulturbetrieb Südpol. Mit neuem Vorstand und neuem Betriebskonzept soll es nun wieder aufwärts gehen. Der Luzerner Stadtrat setzt Vertrauen in den Südpol und hat mit dem Vorstand einen neuen Subventionsvertrag für die kommenden vier Jahre ausgehandelt. Dieser soll rückwirkend auf den 1. Januar in Kraft treten.

Der Vertrag beinhaltet jährliche Subventionen in der Höhe von rund einer Million Franken sowie ein Einnahmeverzicht (Gebrauchsleihe und Unterhaltskosten) von rund 189'000 Franken. Bis Ende 2022 wird der Südpol somit total mit rund 4,8 Millionen Franken subventioniert. Der Grosse Stadtrat muss dem Vertrag an seiner Sitzung vom 21. März noch zustimmen. «Wir sind sehr zufrieden mit den offenen und partnerschaftlichen Verhandlungen mit der Stadt und dem Ergebnis», sagt Südpol-Vereinspräsident Marc Schwegler auf Anfrage. «Wir hoffen natürlich, dass wir aus der Bildungskommission und dem Parlament ähnlich positive Rückmeldungen erhalten.»

Zweckgebundene Mittel für regionale Szene

Die geplanten Subventionen sind gleich hoch wie in den vergangenen vier Jahren. Präzisiert wurden im Vertrag jedoch die Leistungsziele und die Zweckbindung der Mittel für die regionale freie Szene. «Das sind Feinjustierungen, die in Anlehnung an das neue Betriebskonzept vorgenommen wurden», erläutert Stadtpräsident Beat Züsli (SP). Dabei werde stärker auf lokale Veranstaltungen sowie den Bereich Theater fokussiert. So sind gemäss Vertrag 305'000 Franken jährlich für die Zusammenarbeit mit der regionalen freien Szene, etwa für Co-Produktionen, einzusetzen. Züsli:

«Wir hoffen auch, dass die Chancen, die sich allein schon durch die räumliche Nähe zu Musikhochschule, Luzerner Theater und Sinfonieorchester bieten, genutzt werden und daraus spannende Veranstaltungen und Projekte entstehen.»

Dadurch soll auch das Interesse der Besucher gesteigert werden – sind doch die Besucherzahlen in den letzten Jahren zurück gegangen.

Der Fokus des Subventionsvertrags entspricht dem neuen Betriebskonzept des Südpols – als Reaktion auf die in den vergangenen Jahren immer wieder geäusserten Forderung der lokalen Szene nach einer stärkeren regionalen Ausrichtung des Kulturhauses. So liegt ein Schwerpunkt auf Kooperationen mit Akteuren der hiesigen Kulturszene.

Zudem wird auf eine künstlerische Intendanz verzichtet. Stattdessen wird die künstlerische und inhaltliche Verantwortung einem Gremium übertragen, das für die jeweilige Subventionsperiode gewählt wird. Dieses soll insbesondere das Programm des Betriebs gestalten. Auch das Gastrokonzept wird überarbeitet. Zur Debatte stehen etwa längere und regelmässigere Öffnungszeiten sowie ein besserer Treffpunktcharakter.

Ob das neue Betriebskonzept funktioniert, müsse sich in der Umsetzung zeigen, sagt Beat Züsli:

«Der neue Vorstand macht auf mich einen sehr engagierten und umsichtigen Eindruck. Wir müssen ihm nun ein wenig Zeit geben.»

Schliesslich müssten auch im operativen Betrieb einige Stellen neu besetzt werden, was keine einfache Aufgabe sei.

Bewerbungsverfahren abgeschlossen

Laut Marc Schwegler wird der Südpol-Vorstand demnächst Neuigkeiten bekannt geben können: «Für das künstlerische Gremium sowie für die Leitung Betriebsbüro und die Leitung Gastronomie ist das Bewerbungsverfahren weitgehend abgeschlossen. Wir werden Ende nächster Woche bekannt geben, wer die entsprechenden Stelleninhaber und -inhaberinnen sind.»

Wegen des aktuell budgetlosen Zustands der Stadt Luzern hat der Stadtrat eine Überbrückungsfinanzierung beschlossen. Diese geht zulasten des Fonds für Kultur- und Sportförderung, der aus der Billettsteuer geäufnet wird und dadurch nicht Teil der laufenden Rechnung ist. Sobald das Budget 2019 rechtskräftig ist, werden drei Viertel der Subventionen aus der Erfolgsrechnung geleistet, ein Viertel geht ohnehin Zulasten des Kulturfonds.

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