Luzerner Stadtrat zum Aggloprogramm: Auf Hauptachsen braucht es bald Massnahmen

Der Luzerner Stadtrat erkennt im neusten Agglomerationsprogramm viel Gutes, etwa im Bereich ÖV. Trotzdem ist er nicht mit allem einverstanden.

Drucken
Teilen

(hor) Rund 169 Millionen Franken wollen der Kanton Luzern, der Entwicklungsträger LuzernPlus und der Verkehrsverbund Luzern im Rahmen des Agglomerationsprogramms der vierten Generation ausgeben - für Massnahmen in den Bereichen Siedlung, Landschaft, Erholung und Verkehr. Start der Umsetzung ist zwischen 2024 und 2028. Der Luzerner Stadtrat hat sich eingehend mit dem Programm befasst und befürwortet die generelle Stossrichtung, wie er in einer Mitteilung schreibt. Gemeint sind: Öffentlichen Verkehr fördern und bevorzugen, Velo- und Fussverkehr ausbauen sowie das Zentrum vom motorisierten Individualverkehr entlasten. Dies seien zentrale Voraussetzungen, dass die Agglomeration nachhaltig weiterentwickelt werden könne, so der Luzerner Stadtrat.

Nicht einverstanden ist er gemäss der Mitteilung allerdings mit den Massnahmen mit Bezug zur Reussportbrücke und zum Basisausbau, welche die Stadt Luzern in der vorliegenden Form bekannterweise ablehnt. Der Stadtrat kritisiert zudem, dass im Agglomerationsprogramm zwar erwähnt wird, dass auf den Hauptachsen durch die Stadt Luzern ein hoher Handlungsbedarf besteht, dazu aber bis 2028 keine Massnahmen vorgesehen sind. Er fordert deshalb den Kanton auf, entsprechende Projekte zu priorisieren oder Sofortmassnahmen anzugehen. Als Beispiel werden etwa die Umgestaltung der Bundesstrasse oder des Bundesplatzes - nachfolgend im Bild - genannt.

Bild: Jakob Ineichen (Luzern, 17. Juli 2018)

Temporeduktionen sollen frühzeitig umgesetzt werden

Weiter findet der Stadtrat, dass Sofortmassnahmen wie beispielsweise Temporeduktionen auf gewissen Strassenabschnitten zur Erhöhung der Verkehrssicherheit unabhängig vom Agglomerationsprogramm frühzeitig umgesetzt werden müssen. Schliesslich wünscht er sich Überlegungen, wie die vorgezogenen Massnahmen zu den Grossprojekten Durchgangsbahnhof und Bypass ins Agglomerationsprogramm aufgenommen werden können.