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Zentralschweizer Parlamentarier wehren sich gegen schlechtere Zugverbindung zum Flughafen

Mit einer Interpellation reagieren die Parlamentarier Konrad Graber (CVP) und Damian Müller (FDP) auf den Fahrplanentwurf der SBB. Und auch im Nationalrat wird das Thema hinterfragt.
Ab Fahrplanwechsel im Dezember sollen Passagiere nicht mehr direkt von Luzern zum Flughafen reisen können. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern 27. März 2017)

Ab Fahrplanwechsel im Dezember sollen Passagiere nicht mehr direkt von Luzern zum Flughafen reisen können. (Bild: Boris Bürgisser, Luzern 27. März 2017)

Wird die systematische Benachteiligung der Zentralschweiz fortgesetzt? Diese provokative Frage setzen die beiden Luzerner Ständeräte Konrad Graber (CVP) und Damian Müller (FDP) über eine Interpellation, die sie am Dienstag einreichen wollen. Der Vorstoss liegt unserer Zeitung bereits vor. Anlass ist der Fahrplanentwurf 2019 der SBB. Dieser sieht eine Verschlechterung der Verbindungen nach Zürich Oerlikon (nur noch mit Umsteigen in Zürich) und nach Zürich Flughafen vor (längere Fahrzeit). Die Interpellation beinhaltet einen umfangreichen Fragenkatalog. Unter anderem wollen Graber und Müller wissen, was der Bundesrat unternimmt, «um die Fortsetzung der systematischen Benachteiligung rückgängig zu machen». Sie erachten es als angezeigt, die Verbindungen nach Zürich Flughafen zum Halbstundentakt auszubauen, statt das Angebot zu verschlechtern, wie den Fragen zu entnehmen ist. Auch befürchten sie, dass es künftig weniger Verbindungen nach Basel geben wird, die Region Sursee schlechtergestellt wird und Genf nur noch mit Umsteigen in Bern erreichbar ist.

Bei der Begründung ihres Vorstosses fassen sich die beiden Luzerner Ständeräte kurz: «Es ist nicht Sache des Parlaments, sich operativ in die Fahrplangestaltung der SBB einzumischen. Wenn sich aber eine Landesgegend systematisch schlechter gestellt sieht, wird Widerstand zur Pflicht.» Bereits im letzten Jahr hatte sich Konrad Graber aufgrund der Fahrplanverschlechterungen am Gotthard mit einer Interpellation zur Wehr gesetzt. Erfolgreich: Der Bundesrat kritisierte die SBB für ihr ungenügendes Fahrplanangebot ab Luzern öffentlich.

Nationalräte nutzen die Fragestunde

Auch im Nationalrat wird die Flughafenverbindung ab Luzern ein Thema werden – und zwar in der Fragestunde vom kommenden Montag. Der Luzerner Nationalrat Michael Töngi (Grüne) sowie der Obwaldner Nationalrat Karl Vogler (CSP) und der Nidwaldner Nationalrat Peter Keller (SVP) haben eine Frage eingereicht. Töngi möchte wissen, wie sich der Leistungsabbau aus Sicht des Bundesrates rechtfertigen lässt. Keller fragt an, ob es bei der neuen Verbindung eine Möglichkeit gibt, die geplante Wartezeit von 12 bis 14 Minuten am Hauptbahnhof Zürich zu verkürzen. Vogler möchte wissen, ob es eine Garantie für die Zusage gibt, dass die Fahrplanänderung in zwei Jahren wieder rückgängig gemacht wird. (cgl/spe)

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