Luzerner Steuern seit langem wieder gestiegen

Nachdem der durchschnittliche Steuerfuss im Kanton Luzern zehn Jahre infolge gesunken war, steigt er 2011 erstmals wieder leicht an. Neu erheben neun Gemeinden den höchsten Ansatz von 2,4 Einheiten.

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Steuerfüsse im Überblick. (Bild: Lustat)

Steuerfüsse im Überblick. (Bild: Lustat)

Steuerfüsse im Überblick. (Bild: Lustat)

Steuerfüsse im Überblick. (Bild: Lustat)

Im Kanton Luzern liegt der durchschnittliche Steuerfuss im Jahr 2011 bei 1,83 Einheiten. Dies entspreche gegenüber dem Vorjahr einem Anstieg von fast 0,01 Einheiten, wie Lustat Statistik Luzern erhoben hat. Damit werde der seit 2001 anhaltende Trend sinkender Gemeindesteuerfüsse unterbrochen.

Meggen bleibt Steuer-Mekka

In zehn Gemeinden, die Hälfte davon in der Agglomeration Luzern, sank der Steuerfuss im laufenden Jahr um0,05 oder 0,1 Einheiten. 13-mal werden die Steuerfüsse erhöht oder im Vorjahr gewährte Rabatte aufgehoben. Meggen verzeichnet trotz einer Erhöhung um 0,115 Einheiten weiterhin den tiefsten Steuerfuss im Kanton (1,035). Den höchsten Ansatz von 2,4 Einheiten erheben neun Gemeinden, gegenüber vier im letzten Jahr.

Steuerfussänderungen seit 2008. (Bild: Lustat)

Steuerfussänderungen seit 2008. (Bild: Lustat)

1510 Franken pro Einwohner

Zum dritten Mal infolge warfen die ordentlichen Gemeindesteuern im Jahr 2010 weniger ab. Insgesamt nahmen die Luzerner Gemeinden 1,03 Milliarden Franken ein, rund 1,6 Prozent weniger als 2009. Für den Rückgang verantwortlich waren die sinkenden Steuerfüsse und die Verringerung des Ertrags pro Steuereinheit. Die absolute Steuerkraft war 2010 mit 567 Millionen Franken 0,82 Prozent tiefer als im Vorjahr. Pro Einwohnerin und Einwohner lag die Steuerkraft 2010 im kantonsweiten Mittel bei 1510 Franken. Die sinkende Steuerkraft lässt sich einerseits mit dem Konjunkturverlauf der Jahre 2008 und 2009 erklären, andererseits wurden die Steuerpflichtigen durch Steuergesetzrevisionen entlastet.

pd/bep