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Luzerner Stiftung für Schwerbehinderte sieht sich «auf dem Weg zur Stabilität»

Bauprojekte und personelle Veränderungen in der Chefetage – die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) hat ein turbulentes Jahr hinter sich. Am Mittwoch hat die SSBL nun ihren Geschäftsbericht präsentiert. Die Verantwortlichen blicken positiv in die Zukunft.
Nasszelle im neuen Wohntrakt der SSBL in Rathausen. (Bild: Pius Amrein)

Nasszelle im neuen Wohntrakt der SSBL in Rathausen. (Bild: Pius Amrein)

(pd/dvm) Das Geschäftsjahr 2017 stand für die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern (SSBL) ganz im Zeichen der Konsolidierung, wie die SSBL am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt – «in betrieblicher und finanzieller Hinsicht».

Im Januar des vergangenen Jahres wurden die Reorganisation in Angriff genommen, drei neue Wohnhäuser bezogen und das renovierte Kloster als Zentrum für Arbeit und Beschäftigung in Betrieb genommen.

Blick in einen der Aufenthaltsräume in einem der Wohngebäude, die im Januar bezogen werden. (Bild: Pius Amrein)
Nasszelle im neuen Wohntrakt. (Bild: Pius Amrein)
Blick in eines der neuen Wohngebäude. (Bild: Pius Amrein)
Die grosszügigen Räumlichkeiten beherbergen unter anderem eine geräumige Küche, eine Terrasse und ein grosses Wohnzimmer. (Bild: Pius Amrein)
Blick ins erste Stockwerk des Klosters, wo sich neu Atelierräume befinden. (Bild: Pius Amrein)
Im sanierten Kloster können bis zu 260 Menschen mit Behinderung einer täglichen Beschäftigung nachgehen - 100 mehr als noch vor der Renovierung. (Bild: Pius Amrein)
Jedes Stockwerk im neuen Gebäude hat eine eigene Farbgebung. (Bild: Pius Amrein)
In den drei Wohngebäuden entstehen jeweils sechs Wohngemeinschaften mit fünf oder zehn Bewohnern. (Bild: Pius Amrein)
2,4 Millionen Franken hat das Grossprojekt gekosten. Finanziert wurde es durch Spenden, die Denkmalpflege, den Lotteriefonds und durch Eigenmittel und Kredite. (Bild: Pius Amrein)
Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer mit Balkon. Von den 90 neuen Wohnplätzen werden 30 an Menschen mit auffälligem Verhalten und 60 an Menschen mit hohem Pflegebedarf vergeben. (Bild: Pius Amrein)
Die neue Aussenfassade des Klosters. (Bild: Pius Amrein)
Stiftungsratspräsidentin Margrit Fischer-Willimann freut sich, dass das jahrelange Projekt nun beendet werden konnte: «Für uns ist das ein spezieller Tag, denn es ist ein sehr grosses Projekt, das wir vor 12 Jahren angefangen haben zu planen.» (Bild: Pius Amrein)
Auch für Direktor Rolf Maegli ist das neue Zentrum mehr als nur eine Erweiterung an Plätzen: «Wir machen einen Quantensprung in der Betreuungsqualität. Wir haben wesentlich spezialisiertere Wohngruppen und Plätze. Es ist nicht nur einfach eine mengenmässige Ausweitung.» (Bild: Pius Amrein)
Luftaufnahme von Rathausen im September 2016. (Bild: PD / Josef Ehrler / panorama-factory.ch)
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Rathausen: Eröffnung des SSBL-Gebäudes

Ende Mai trennte sich die SSBL ausserdem von ihrem Direktor und im Herbst wurde das Präsidium neu besetzt.

Zum Abschluss des turbulenten Geschäftsjahres legte die SSBL nun positive Zahlen vor. Die Rechnung wies einen Gesamtaufwand von 68 Millionen Franken auf und konnte mit einem Gewinn von 1,25 Millionen Franken abgeschlossen werden.

Wohnen, Arbeit und Beschäftigung für Schwerbehinderte

Die Stiftung für Schwerbehinderte Luzern SSBL begleitet und betreut Menschen mit einer geistigen und mehrfachen Behinderung. Schwer ist eine Behinderung dann, wenn ein selbstständiges Leben oder eine Integration in geschützten Werkstätten aufgrund der Einschränkungen nicht mehr möglich ist. Die SSBL bietet diesen Menschen einen Lebensplatz. Sie können bei der SSBL wohnen, arbeiten und verschiedene Freizeitangebote nutzen.

Im Kanton Luzern bestehen 39 Wohngruppen und diverse Tagesgruppen für 419 Frauen, Männer und Kinder. Die Dienstleistungen umfassen die Bereiche Wohnen, Arbeit und Beschäftigung sowie Freizeit. Die SSBL beschäftigt im Kanton Luzern 890 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. (red)

«Ankommen – optimieren – aufbrechen»

Unter diesem Motto habe man die Strategie für die kommenden Jahre festgelegt, so die SSBL weiter. Die Reorganisation sei sehr wichtig gewesen, da spezialisierte Wohnplätze für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sehr gefragt seien, insbesondere für jene mit herausfordernden Verhaltensweisen.

Im Erwachsenenbereich betreibt die SSBL laut eigenen Angaben 39 Wohngruppen. In den Neubauten seien sechs Wohngruppen für Bewohnerinnen und Bewohner mit einem hohen Pflegebedarf und sechs Wohngruppen für solche mit stark herausfordernden Verhalten eröffnet worden. «In einem bestehenden Wohnhaus wurde eine Wohngruppe für Nachtaktive umstrukturiert, also für Bewohnerinnen und Bewohner die einen dauerhaft unregelmässigen Wach-Schlaf-Rhythmus haben.»

Im neu renoviertem Kloster konnten die neuen Ateliers bezogen werden, wie die SSBL weiter mitteilte. «Bewohnerinnen und Bewohner sowie Tagesbeschäftigte haben so unabhängig vom Wohnort eine Vielzahl von handwerklichen, bewegungsorientierten und musisch-kreativen Ateliers zur Auswahl.» Für Tagesbeschäftigte habe ein neues Gastplatzangebot in Wolhusen und Rathausen geschaffen werden können.

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