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Luzerner Strassenstrich: In einem Jahr 25'000 Kondome an die Prostituierten verteilt


Der Verein Lisa setzt sich für Sicherheit und Respekt für Prostituierte ein. Ab 2019 kann er mit finanzieller Unterstützung der öffentlichen Hand rechnen.
Sandra Monika Ziegler
Der Strassenstrich im Gebiet Ibach zwischen Luzern und Emmen. (Bild: Dominik Wunderli, 30. Januar 2013)

Der Strassenstrich im Gebiet Ibach zwischen Luzern und Emmen. (Bild: Dominik Wunderli, 30. Januar 2013)

Bereits seit sechs Jahren gibt es den Verein Lisa, der sich für die Interessen der Sexarbeiterinnen einsetzt und direkte Hilfe anbietet. Dies mit dem Beratungscontainer Hotspot, dem Mittagstisch Rosa und der unentgeltlichen Rechts- und medizinischen Beratung. Dafür sind die Frauen ehrenamtlich im Einsatz und leisten Gratisarbeit. Präsidentin Yvonne Schärli-Gerig sagte bei der 6. Mitgliederversammlung, dass der Standort Ibach ausserhalb der Stadt Luzern nicht ideal sei: Zu abgelegen und zu weit entfernt von sozialer Kontrolle. Das ziehe Gewalt an. So hätten die Übergriffe letzten Sommer zu Angst geführt. Die Täter konnten gefasst und verurteilt werden. Zudem ist der Strassenstrich mit neuer Beleuchtung ausgestattet worden und die Luzerner Polizei fährt regelmässig Patrouillen.

«Hotspot» soll im Winter täglich geöffnet seit

Der Hotspot hatte letztes Jahr an 203 Abenden offen und wurde von 2197 Sexarbeiterinnen aufgesucht. Nebst Kaffee und Suppe wurden 25'000 Kondome abgegeben. Beraten werden die Frauen etwa bei Steuererklärungen, Bewilligungsgesuchen oder in der Gesundheitsprävention. Die Ärztinnen haben dazu im letzten Jahr 120 Stunden Gratisarbeit geleistet. Beim Vorstand waren es 495 ehrenamtliche Stunden. Dem Vorstand gelang unter anderem die Aufnahme in den Zweckverband für institutionelle Sozialhilfe und Gesundheitsförderung. Damit wird dem Verein Lisa auch von der öffentlichen Hand Anerkennung erteilt. Und ab 2019 kann «Lisa» mit finanzieller Unterstützung rechnen. Der Verein ist darauf angewiesen – und auf Spenden. Denn Ziel ist es, den «Hotspot» auf dem Strassenstrich täglich abends zu öffnen, zumindest im Winter.

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