Luzerner «Tatort» ohne Salz und Pfeffer

Überzeugt die erste Luzerner «Tatort»-Folge? Der überarbeitete TV-Krimi ist solid gemacht – doch Hochspannung bleibt Wunschdenken.

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Szene aus dem Luzerner «Tatort»:Sofia Milos, rechts als Abby Lanning stützt Stefanie Japp als Natalie Kreuzer. (Bild: SRF/Thomi Studhalter)

Szene aus dem Luzerner «Tatort»:Sofia Milos, rechts als Abby Lanning stützt Stefanie Japp als Natalie Kreuzer. (Bild: SRF/Thomi Studhalter)

Schluss mit Werweissen, wie gut respektive wie schlecht der erste Luzerner «Tatort» tatsächlich ist: Die hiesigen Filmkritiker haben am Donnerstag die Folge mit dem Titel «Wunschdenken», die am 14. August ausgestrahlt wird, vom Schweizer Fernsehen (SRF) zur Besprechung zugeschickt bekommen.

SRF-Kulturchefin Nathalie Wappler hatte im Frühling die Notbremse gezogen und den 90-minütigen Krimi mit Stefan Gubser in der Hauptrolle überarbeiten lassen. Nun ist die zweite Folge «Skalpell» ist im Kasten und der Dreh des dritten Luzerner «Tatorts» steht bereits vor der Tür.

Doch fassen wir den eigentlichen Inhalt von «Wunschdenken» ins Auge – und da liegt unglücklicherweise einiges im Argen. Langfädige Erzählweise, braver Plot, überaus konventionell in Einstellungen und Schnitt, gestelzte Dialoge und die Unart, gerade gegen Schluss dem Publikum in bevormundender Manier alles von A bis Z erklären zu wollen, damit sicher auch der Hinterste und Letzte versteht, was in den Grundzügen ohnehin schon lange erahnbar war.

Handwerklich ist der erste Luzerner «Tatort» grundsolid gemacht, und Gubser als einfühlsamer Cop, der auch mal eigenmächtig handelt, weiss zu gefallen, auch wenn seine Rolle keine Ecken und Kanten hat. So gesehen, ist «Wunschdenken» ganz passabel – sofern man nicht zu hohe Erwartungen hat respektive diese entsprechend nach unten korrigiert.

Dave Schläpfer

HINWEIS
«Tatort Wunschdenken»: Ausstrahlung am Sonntag, 14. August, 2011 Uhr, SF 1.

Den ausführlichen Artikel lesen lesen Sie am Freitag in der neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.