Luzerner Theater feiert Benjamin Britten

Das Luzerner Theater zeigt in der Spielzeit 2011/12 im Haus an der Reuss und an diversen Aussenspielorten 23 Premieren und total 330 Vorstellungen. Ein Schwerpunkt ist Benjamin Britten gewidmet, der 2012 seinen 99. Geburtstag feiern könnte.

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Glänzende Wirtschaftswunder-Show: Samuel Zumbühl, Christian Baus, Jürg Wisbach und Wiebke Kayser (von links) in Elfriede Jelineks «Die Kontrakte des Kaufmanns», das noch bis Ende Juni im Luzerner Theater gespielt wird. (Bild: Luzerner Theater/Toni Suter)

Glänzende Wirtschaftswunder-Show: Samuel Zumbühl, Christian Baus, Jürg Wisbach und Wiebke Kayser (von links) in Elfriede Jelineks «Die Kontrakte des Kaufmanns», das noch bis Ende Juni im Luzerner Theater gespielt wird. (Bild: Luzerner Theater/Toni Suter)

Theaterdirektor Dominique Mentha präsentierte am Montag ein Programm, das Uraufführungen, Klassiker und Vergessenes beinhaltet. Das Luzerner Theater wünsche ein gemischtes Programm, begründete er die Auswahl.

Fünf Uraufführungen entfallen auf die Tanztruppe von Kathleen McNurney, die in Luzern ihre dritte Saison in Angriff nimmt. Mentha betonte, dass die zwölf Tänzerinnen und Tänzer umfassende Compagnie auch 2011/12 in ihrer ursprünglichen Besetzung auftreten werde.

Komponist am Dirigentenpult

Uraufführungen haben auch das Musik- und das Sprechtheater zu bieten. Komponist Simon Wills übernimmt für die Uraufführung seiner Opera buffa «The Stolen Smells» gleich selbst die musikalische Leitung.

Im Schauspiel wird das 200. Erscheinungsjahr von «Grimms Märchen» mit der Uraufführung des Stücks «Grimm» von Verena Rossbacher gewürdigt. Rossbacher wird in der nächsten Spielzeit zudem als Hausautorin des Luzerner Theaters arbeiten.

«Le Toreador» und «Worte Gottes»

Als Schweizer Erstaufführung zu erleben sind zwei vergessene Werke: Die 1849 uraufgeführte Opéra comique «Le Toreador» von Adolphe Adam und Ramón Maria del Valle-Incláns Tragikkomödie «Worte Gottes» von 1919.

Auch Altbekanntes steht auf dem Programm, so Georg Friedrich Händels Oper «Orlando», Gaetano Donizettis Belcanto-Oper «Lucia di Lammermoor», Dürrenmatts tragische Komödie «Der Besuch der alten Dame» und Edward Albees Stück «Wer hat Angst vor Virginia Woolf?».

Benjamin Britten und Kinder

Gleich drei Opern - «A Midsummer Night's Dream», «The Beggar's Opera» und «Noahs Flut» - stammen von Benjamin Britten. Britten habe stets zeitgemäss und zugänglich sein wollen, begründete Musikdirektor Howard Arman diese Schwerpunktsetzung.

«Noahs Flut» wird mit den 280 Kindern des Luzerner Schulhauses Mariahilf inszeniert und aufgeführt. Die Oper ist wie auch das Stück «Die Geschichte vom Blauen Planeten» und der Tanzproduktion «8 1/2» eines der Angebote, die sich auch an Kinder richten.

Aufgeführt werden ferner Texte von Neil LaBute, Oliver Kluck und Anthony McCarten, das Singspiel «Im Weissen Rössl» (auch in einer Kinderversion) und, zum Saisonauftakt am 3. September, die Operette «La Perichole» von Jacques Offenbach.

sda