Luzerner und Schwyzer Seegemeinden wollen keine Motorradfahrer auf ihren Strassen

Über die Ostertage sollen Motorradfahrer und Ausflügler einen Bogen um die Gemeinden Gersau, Greppen, Vitznau und Weggis machen.

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Strassen werden mit Bitumenstreifen repariert, das ist für Motorradfahrer bei Nässe und bei Hitze gleichermassen gefährlich, weil die Streifen sehr rutschig werden

Strassen werden mit Bitumenstreifen repariert, das ist für Motorradfahrer bei Nässe und bei Hitze gleichermassen gefährlich, weil die Streifen sehr rutschig werden

Bild: Toni Widmer (2 April 2020)

(dvm) «Lassen Sie Ihr Motorrad über die Ostertage zuhause und besuchen Sie uns wieder, wenn die Krise vorbei ist!» Diesen «dringenden Appell» richten die Behörden der vier Luzerner und Schwyzer Seegemeinden Gersau, Greppen, Vitznau und Weggis Appell an alle Motorradfahrer.

Obwohl sämtliche Restaurants und Ausflugsziele am Vierwaldstättersee aufgrund der aktuellen Coronakrise geschlossen seien, sei man am vergangenen Wochenende vom Freizeitverkehr überrollt worden, schreiben die Gemeinden in einer gemeinsamen Mitteilung. Insbesondere Motorradfahrer hätten das schöne Wetter und die kurvenreiche Panoramastrecke entlang dem Vierwaldstättersee für eine Ausfahrt genutzt. «Zu Hunderten dröhnten die PS-starken Maschinen durch die Dörfer, während die Mehrheit der Bevölkerung sich an die Aufforderungen des Bundesamtes für Gesundheit hielt und möglichst zuhause blieb oder alleine unterwegs war.»

Der intensive Ausflugsverkehr habe nicht nur den betroffenen Gemeinden Probleme bei der Umsetzung der Verhaltensregeln des Bundesamtes für Gesundheit bereitet, so die Behörden weiter. «Die diversen Verkehrsunfälle am Wochenende haben auch die Einsatzkräfte und das ohnehin schon stark beanspruchte Gesundheitssystem zusätzlich belastet.»