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Luzerner Unternehmen Chemie+Papier Holding ist zurück auf der Erfolgsspur

Die CPH-Gruppe hat ihren Gewinn mehr als verdoppelt. Selbst das schwierige Zeitungspapier-Geschäft rentiert wieder. Die Aktionäre können sich die Hände reiben.
Rainer Rickenbach
CPH-Verwaltungsratspräsident Peter Schaub (links) und CEO Peter Schildknecht am Dienstag vor dem Firmensitz. (Bild: Dominik Wunderli,Perlen-Buchrain, 26. Februar 2019)

CPH-Verwaltungsratspräsident Peter Schaub (links) und CEO Peter Schildknecht am Dienstag vor dem Firmensitz. (Bild: Dominik Wunderli,Perlen-Buchrain, 26. Februar 2019)

Geradezu spektakulär sei das vergangene Geschäftsjahr 2018 verlaufen, sagte Peter Schaub, Verwaltungsratspräsident der CPH Chemie und Papier Holding AG, am Dienstag am Medientermin des Unternehmens. «In seinem 200-Jahre-Jubiläumsjahr verzeichnete das Unternehmen breit abgestützte Steigerungen», so Schaub.

In der Tat fuhr die CPH-Gruppe in allen drei Geschäftsfeldern zum Teil markante Umsatz- und Gewinnsteigerungen ein. Der Bereich Chemie steigerte den Umsatz um 5,3 Prozent und steuert einen Betriebsgewinn von 6,1 Millionen Franken (plus 61 Prozent) zum Gruppenergebnis bei. Der Unternehmensteil Verpackung legte beim Spartenumsatz um 17,5 Prozent zu und baute den Betriebsgewinn in ähnlichem Ausmass wie die Chemie auf 15,4 Millionen Franken aus. Selbst das langjährige Sorgenkind, die Papiersparte, schreibt erstmals seit vier Jahren wieder schwarze Zahlen: Sie erzielt einen Betriebsgewinn von 30,1 Millionen Franken, nachdem sie im Vorjahr noch einen Verlust von über 12 Millionen Franken geschrieben hatte. Der Umsatz stieg um 14 Prozent auf 301 Millionen Franken.

Das Gesamtunternehmen versiebzehnfachte den Betriebsgewinn von 2,9 auf 51,6 Millionen Franken. So hoch fiel er seit der Börsenkotierung von 2001 noch nie aus.

Papier: Angebot und Nachfrage gleichen sich an

Eigentlich wichtiger als die guten Spartenergebnisse ist die weiter sinkende Abhängigkeit vom wenig zukunftsträchtigen Zeitungs- und Magazinpapiergeschäft. Sein Umsatzanteil sank auf 56,4 Prozent. Noch vor ein paar Jahren bezifferte er sich auf über 70 Prozent. Es ist das erklärte Ziel des Verwaltungsrates, das Wachstum der Sparten Chemie und Verpackung so voranzutreiben, dass das Papiergeschäft weniger als die Hälfte des Gruppenumsatzes ausmachen wird. Schaub: «Ich schätze, in drei, vier Jahren dürfte die 50-Prozent-Schwelle erreicht sein.»

Die Umsatzanteilverschiebung ist umso erstaunlicher, weil die in Perlen beheimatete Papiersparte auf den ersten Blick ein gutes Jahr mit Gewinnzahlen hinter sich hat. «Die Papiersparte legte aber nicht volumenmässig zu, die Nachfrage ging weiter zurück. Es waren andere Gründe, die zum erfreulichen Ergebnis beitrugen: Mit der Übernahme des Altpapiergeschäftes in Utzenstorf sinken für uns die Kosten, weil wir weniger Altpapier für viel Geld aus dem Ausland importieren müssen», erklärt CEO Peter Schildknecht. Ebenfalls hilfreich waren der stärkere Euro und die für einmal stabileren Papierpreise. «Angebot und Nachfrage waren ausgeglichen. Zuvor war die Nachfrage für lange Zeit rückläufig.» Dabei handle es sich aber nicht um eine Trendumkehr. Schildknecht rechnet damit, dass die Preise dieses Jahr weiter nach unten rutschen.

Es sei darum wichtig, die Kostenführerschaft in Europa zu behaupten, die die CPH trotz starkem Franken und höherem Lohnniveau als in der EU errungen hat. Um zu diesem Zweck die Effizienz im Papierwerk weiter zu steigern, sind neue Investitionen geplant. In Perlen sind 369 Mitarbeitende beschäftigt.

Die Steigerungsraten in den Sparten Chemie und Verpackungen sind zum einen Teil mit organischem Wachstum und zum anderen Teil mit neuen Produktionsstätten in Asien und Brasilien zu erklären. «Mit der Fortsetzung der Internationalisierung sind wir näher bei den wachsenden Märkten und unabhängiger vom starken Franken», sagt Schildknecht.

Vom höchsten Betriebsgewinn seit 17 Jahren werden die Aktionäre tüchtig profitieren. Die Dividende soll auf 1.30 Franken pro Aktie verdoppelt werden. Hinzu kommt eine Sonderdividende von 50 Rappen für das 200-Jahre-Jubiläum 2018. Die Mitarbeitenden gehen bei der Gewinnverteilung indes leer aus. Für sie habe das Unternehmen im vergangenen Frühling ein grosses Jubiläumsfest organisiert, begründet Schildknecht.

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