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Luzerner Unternehmen erwarten Aufschwung trotz Herausforderungen

Obwohl Luzerner Unternehmen im ersten Quartal 2018 je nach Branche mit dem Wetter, aussereuropäischer Konkurrenz, Finanzierungsengpässen oder Arbeitskräftemangel zu kämpfen hatten, blickt die Mehrheit positiv in die nahe Zukunft.
Sandra Peter
Weniger Konsumationen: Die Luzerner Gastronomiebranche verbuchte im ersten Quartal 2018 etwas weniger Umsatz als im letzten Quartal 2017. (Symbolbild Archiv LZ / Corinne Glanzmann)

Weniger Konsumationen: Die Luzerner Gastronomiebranche verbuchte im ersten Quartal 2018 etwas weniger Umsatz als im letzten Quartal 2017. (Symbolbild Archiv LZ / Corinne Glanzmann)

Am Ende des ersten Quartals 2018 meldeten die Luzerner Unternehmen aus Industrie, Gast- und Baugewerbe mehrheitlich eine gute Geschäftslage. Die Lage im Detailhandel gaben die Unternehmen als befriedigend an. Dies vermeldet Lustat Statistik Luzern am Dienstag. Dennoch kämpften die Unternehmen je nach Branche mit unterschiedlichen Herausforderungen.

Im Detailhandel und in der Industrie blieben die Verhältnisse gemäss Lustat gegenüber dem Vorquartal unverändert. Im Bau hat sich die Lage verbessert. In der Gastronomie habe sich die Lage verschlechtert, jedoch auf einem hohen Niveau, so Lustat.

Baubranche sucht Arbeitskräfte und Kapital

Die Bautätigkeit und die Beschäftigung im Baugewerbe blieben im Kanton Luzern im ersten Quartal 2018 gemäss der Umfrage unverändert. 38 Prozent der befragten Betriebe gaben aber an, dass der angespannte Arbeitsmarkt die Leistungserstellung limitiere. Im vorangehenden Quartal gaben dies noch 27 Prozent an.

Zudem sind im ersten Quartal 2018 mehr Betriebe an die Grenzen ihrer technischen Kapazität gestossen. Insgesamt nannten 16 Prozent der Unternehmen dies als Problem. Im letzten Quartal 2017 war dies bei sechs Prozent der Fall. Angestiegen ist auch der Prozentsatz der Betriebe, die mit Finanzierungsengpässen zu kämpfen hatten. Diese Zahl stieg von 4 Prozent im Vorquartal auf 18 Prozent an.

Angaben der Detailhändler variieren

Die Geschäftslage im Detailhandel blieb gegenüber dem Vorquartal insgesamt unverändert. Ein Drittel der befragten Luzerner Detailhändler gaben an, dass die Absätze im ersten Quartal 2018 gestiegen seien, ein Drittel gab diese als unverändert an und ein Drittel verzeichnete sinkende Absätze. Bei den Angaben zu den Verkaufspreisen und Erträgen hätten sich negative und positive Meldungen die Waage gehalten, so Lustat.

Rund 31 Prozent der Luzerner Detailhändler erwarten bis im Juni ansteigende Umsätze, vor allem Bekleidungs- und Schuhgeschäfte. Die grosse Mehrheit der Detailhändler erwartet jedoch in etwa gleichbleibende Umsätze. Mit tieferen Umsätzen rechnen 16 Prozent.

Metallbau kämpft mit internationaler Konkurrenz

Die Geschäftslage der Luzerner Industrie bezeichneten die Unternehmen am Ende des ersten Quartals 2018 im Grossen und Ganzen gut. Die Produktion hat im Vergleich zum Vorjahr zugenommen und im Quartalsverlauf stiegen die Verkaufspreise an.

Die Luzerner Unternehmen in der Metallindustrie gaben jedoch an, dass sie ihre Wettbewerbsposition ausserhalb der EU deutlich schlechter einschätzen als bisher. Im Inland und innerhalb der EU hat sich die Position der Luzerner Metallbau-Unternehmen gemäss Lustat allerdings verbessert.

Für Maschinen- und Fahrzeugbauunternehmen hat sich die Wettbewerbsposition im Inland und ausserhalb der EU verbessert. Innerhalb der EU blieb diese unverändert.

Gastronomie verzeichnet Umsatzeinbussen und Finanzierungsengpässe

Die Geschäftslage im Luzerner Gastgewerbe war gemäss Lustat im ersten Quartal 2018 zwar gut, hat sich gegenüber dem Vorquartal aber verschlechtert. Mit 55 Prozent gab die Mehrheit der Luzerner Gastronomie-Unternehmen die Situation als befriedigend an. 23 Prozent bezeichneten die Lage als gut und 21 Prozent als schlecht.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres mussten viele Restaurants Umsatzeinbussen hinnehmen. 46 Prozent der Luzerner Gastronomen gaben bei der Befragung an, dass sie mit witterungsbedingten Behinderungen zu kämpfen hatten. Zudem beklagten 8 Prozent der befragten Gastronomiebetriebe Finanzierungsengpässe – so viele wie seit 2015 nicht mehr.

Anders sieht es bei den Beherbergungsbetrieben aus. Die Luzerner Hotels und Kurbetriebe verzeichneten im ersten Quartal 2018 rund 1,3 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahresquartal. Dies schlug sich auch in den Umsätzen nieder. Mehr als die Hälfte der befragten Betriebe gab an, dass sich die Umsätze im ersten Quartal 2018 angestiegen sind. Der Durchschnitt lag hier bei rund 4,5 Prozent.

Mehrheit blickt positiv in die Zukunft

Für die kommenden Monate seien die Erwartungen der Luzerner Unternehmen verbreitet positiv. Bis im September 2018 erwarten Firmen aus der Industrie, dem Detailhandel und dem Gastgewerbe eine Verbesserung der Geschäftslage. Für den Bau wird eine stabile Lage erwartet. Bis Juni 2018 rechnen Unternehmen im Bau und im Detailhandel auch mit Personalaufstockungen.

Auch Experten des Bundes erwarten insgesamt ein Wachstum der Schweizer Wirtschaft. Sie schätzen, dass im laufenden Jahr das Schweizer Bruttoinlandprodukt um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigt.

Datenquelle KOF-Konjunkturumfrage

Lustat Statistik bezieht sich bei den Auswertungen jeweils auf die Daten der KOF-Konjunkturumfrage der ETH Zürich. Die Forschungsstelle befragt regelmässig über 11'000 Unternehmen in der gesamten Schweiz. Lustat präsentiert die Ergebnisse mittels der dreistufigen Bewertungsskala, von schlecht über befriedigend bis gut.

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