Luzerner Unternehmen «Glice» installiert das «weltgrösste ökologische Eisfeld» in Mexiko-Stadt

4000 Quadratmeter mass das ehemalige Eisfeld mitten in Mexiko-Stadt – und verbrauchte ganze 95 Tonnen CO2. Damit ist jetzt Schluss: Ein synthetisches Eisfeld der Luzerner Firma «Glice» ist an dessen Stelle getreten. Dieses kommt ganz ohne Wasser und Strom aus.

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Über die Festtage erfreuten sich rund eine Viertelmillion Mexikanerinnen und Mexikaner am ökologischen Eisfeld.

Über die Festtage erfreuten sich rund eine Viertelmillion Mexikanerinnen und Mexikaner am ökologischen Eisfeld. 

Bild: Glice

(lil) Das Luzerner Jungunternehmen Glice stellt synthetische Eisbahnen her und stösst damit vor allem im Ausland auf grosse Nachfrage. Ohne Wasser- oder Stromverbrauch lässt es sich damit auch in warmen Regionen eislaufen – beispielsweise in Mexiko-Stadt, wo das Team ambitionierter Athleten und Wissenschaftler nach Angaben der Luzerner Firma das «weltgrösste künstliche Eisfeld» installiert hat.

Das Glice-Feld bei Nacht an der Einweihungszeremonie.

Das Glice-Feld bei Nacht an der Einweihungszeremonie.

Bild: Glice

Durchschnittlich 10'000 Eisläuferinnen und Eisläufer hat das 4000 Quadratmeter grosse Eisfeld auf den Zócalo-Platz gezogen. Das ökologische Eisfeld wurde von der Stadtregierung als Reaktion auf den Klimawandel installiert und ersetzte die gekühlte Eisbahn der vergangenen Jahre. Nicht weniger als 185'000 Liter Wasser konnten damit eingespart werden. Und damit nicht genug: Das konventionelle Eisfeld verbrauchte gleich viel Energie wie 4'000 Haushalte in einem Monat – mit Glice konnten 95 Tonnen CO2-Emissionen verhindert werden. Claudia Sheinbaum Pardo, die Regierungschefin von Mexiko-Stadt, freut sich:

«Unsere neue Eco-Eisbahn bietet die Freude des Schlittschuhlaufens ohne die negative Klimabilanz, die mit dem Betrieb konventioneller Eisfelder verbunden ist.»
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