Luzern

Luzerner Volksschulen verzeichnen auf allen Stufen höhere Schülerzahlen und mehr Klassen

Im aktuellen Schuljahr werden im Kanton Luzern an den Volksschulen über alle Stufen hinweg total 41'184 Kinder und Jugendliche unterrichtet. Der Trend hin zum kooperativen und integrativen Sekundarschulmodell hält an.

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Schülerinnen und Schüler im Roggern Schulhaus .

Schülerinnen und Schüler im Roggern Schulhaus .

Bild: Roger Grütter (Kriens, 11. Mai 2020)

(zim) 41'184 Schülerinnen und Schüler besuchen im Schuljahr 2020/2021 eine öffentliche Regelschule im Kanton Luzern, im Vorjahr waren es noch 40'600. Wie die kantonale Dienststelle Volksschulbildung am Montag mitteilte, befinden sich 6510 Lernende sich im Kindergarten, 1864 in der Basisstufe, 23'481 in der Primarschule und 9329 in der Sekundarschule. Damit sind gegenüber dem Vorjahr die Schülerzahlen auf sämtlichen Stufen der Volksschule gestiegen. Mit gut 9 Prozent mehr Schülerinnen und Schülern (+170 Lernende) verzeichnet die Basisstufe im Verhältnis den höchsten Anstieg.

Mehr Lernende werden laut Mitteilung auch im Kindergarten (+104), in der Primarschule (+201) und in der Sekundarschule (+77) unterrichtet. Dies wirkt sich auf die Anzahl Klassen aus. Verglichen mit dem Vorjahr verzeichnen der Kindergarten mit 363 Klassen (+5), die Basisstufe mit 97 Klassen (+9) und die Primarschule mit 1'290 Klassen (+7) einen Anstieg. In der Sekundarschule bestehen 538 Klassen (+1).

Getrenntes Modell an der Sekundarschule verliert an Beliebtheit

Das kooperative Sekundarschulmodell besuchen im laufenden Schuljahr 3273 Lernende, eine integrative Sekundarschule 3307 Lernende. Nur noch sieben Gemeinden führen ihre Sekundarschule im getrennten Modell, in welchem die Niveaus A, B und C in eigenen Stammklassen geführt werden. Das schlägt sich auch zahlenmässig nieder: Noch 2749 Lernende werden im Schuljahr 2020/21 im getrennten Modell unterrichtet. Das entspricht 29,5 Prozent aller Sekundarschülerinnen und -schüler. Dieser Anteil lag vor 10 Jahren noch bei rund 75 Prozent. Dazu wird Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, folgendermassen zitiert:

«Im kooperativen und integrierten Sekundarschulmodell können die Schülerinnen und Schüler besser ihrem Leistungsniveau entsprechend gefördert werden.»

Stabile Zahlen im Bereich Sonderschulung


Die Zahlen im Bereich Sonderschulung bleiben im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant, heisst es in der Mitteilung weiter. 837 (-1) Schülerinnen und Schüler besuchen ein separatives Sonderschulangebot, also beispielsweise eine Heilpädagogische Schule. 635 (+ 38) Lernende werden integrativ in den Regelklassen geschult. Dies entspricht einer Quote von rund 57 Prozent für die separative Sonderschulung und rund 43 Prozent für die integrative Sonderschulung. Bezogen auf die Gesamtzahl der Schülerinnen und Schüler der Volksschulen beträgt der Anteil der Lernenden mit einer Sonderschulmassnahme weiterhin 3,4 Prozent.