Luzerner Wasserspeicher sind «etwas gefüllt»

Dank der teils erhöhten Niederschläge im Mai und Juni sind die geringen Regenmengen über die Wintermonate etwas kompensiert worden. In der Region Sursee ist der Pegelstand hingegen weiterhin unterdurchschnittlich.

Lukas Nussbaumer
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Über diesen Winter hinweg wurden im Kanton Luzern je nach Gebiet und Monat nur 50 bis 80 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen. In anderen Jahren waren es teilweise bis zu 200 Millimeter.

Besonders positiv präsentiere sich die Situation im Luzerner Reusstal, sagt Philipp Arnold, Teamleiter Gewässer bei der kantonalen Dienststelle Umwelt und Energie. «Die Reuss hat im Moment wegen den Juni-Niederschlägen und der Schneeschmelze einen erhöhten Abfluss, was das Grundwasservorkommen des Luzerner Reusstals anfüllt.» Auch im Luther- und Wiggertal hätten sich die Grundwasserspeicher «etwas angefüllt», weiss Arnold.

Weiterhin unterdurchschnittlich sei der Pegelstand hingegen in der Region Sursee. «Die Ausgangslage ist ungefähr gleich wie vor einem Jahr», sagt Arnold. Das heisst auch: Bleibt es in den nächsten Wochen durchgehend trocken und heiss, könnte das Surental bald wieder mit Wasserknappheit zu kämpfen haben – wie das im vergangenen Sommer der Fall war.

Gute Bedingungen für Getreideernte

Die über den ganzen Kanton hinweg gesehen nicht allzu üppigen Wasservorräte beschäftigen auch die Landwirte, wie Stefan Heller sagt. Der Geschäftsführer des Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverbands hofft denn auch, dass die aktuelle Hitzeperiode «heuer die einzige von diesem Ausmass bleibt». Aktuell sei die Situation aber nicht besorgniserregend. Bleibe der Regen nun aber zwei Wochen aus, könnten die ersten Felder bereits dürr werden. Positiv ist das stabile Wetter für die bevorstehende Ernte der ersten Gerstenfelder: Die Böden sind trocken und werden so durch die schweren Maschinen nicht verdichtet.

Bodenschäden dürfte es denn auch über längere Zeit keine geben. Laut den Prognosen von Meteo Schweiz sind in den kommenden zwei Wochen mit Ausnahme von Hitzegewittern in den Bergen und damit verbundenen kurzen Regenfällen keine nennenswerten Niederschlagsmengen zu erwarten.