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Luzerner Wesemlin-Quartier
erhält neuen Treffpunkt

Die Katholische Kirchgemeinde Luzern will für 21 Millionen Franken ein Zentrum mit Läden und Wohnungen realisieren. Dieses soll das Quartierleben aufwerten – und Einnahmen generieren.
Ines Häfliger
So soll das neue Quartierzentrum Wesemlin der Katholischen Kirchgemeinde aussehen. (Visualisierung: facebook.com/QuartierWesemlinDreilinden)

So soll das neue Quartierzentrum Wesemlin der Katholischen Kirchgemeinde aussehen. (Visualisierung: facebook.com/QuartierWesemlinDreilinden)

«Das Zentrum wird die neue Quartiersmitte sein», ist Herbert Mäder, Bau- und Infrastrukturverantwortlicher des Kirchenrats überzeugt. Das von der Katholischen Kirchgemeinde Luzern in Auftrag gegebene Quartierzentrum ersetzt den 40-jährigen «Wäsmeli-Treff» zwischen Landschaustrasse und Abendweg. Der heutige Quartiertreff sei in die Jahre gekommen und baufällig, so Mäder. Zudem werde er den Bedürfnissen der Anwohner nicht mehr gerecht.

Dementsprechend erfreut seien die Quartieranwohner über das Projekt. «Die Rückmeldungen fallen durchs Band positiv aus», sagt Mäder. «Besonders gross ist die Erleichterung, dass Alterswohnungen geschaffen werden und die Läden dem Quartier erhalten bleiben.» Konkret werden drei Ladenlokale ins Erdgeschoss des vierstöckigen Quartierzentrums ziehen.

Den täglichen Grundbedarf soll ein Voi-Laden abdecken. Beim diesem handelt es sich um ein Franchiseunternehmen der Migros. Der kleine Supermarkt wird zwar im Auftrag des Detailhändlers, aber auf eigene Rechnung betrieben. Der Voi-Shop kommt somit zwar daher wie ein Quartierladen, ist aber im Grunde genommen eine Migros im Kleinformat – aber mit Alkoholsortiment. Neben Wein, Bier und herkömmlichen Migros-Produkten sollen auch lokale Erzeugnisse über die Tresen wandern. Eine weitere Mieterin ist die Swidro Drogerie Wäsmeli. Diese wird nicht nur Drogerieprodukte, sondern auch einen Postservice anbieten. Auch die dritte Mieterin, die Bäckerei Kreienbühl, verkauft mehr als nur Brötchen. Ein Bäckerei-Café soll als Treffpunkt dienen.

Kontaktfreudige Mieter gesucht

Wie bereits der «Wäsmeli-Treff» verfügt das neue Zentrum diverse Quartierräume. Ausserdem werden die Spitex, die Pfarreikontaktstelle sowie Vicino, eine Luzerner Vermittlungsstelle zwischen Betagten und Dienstleistungsorganisationen, im neuen Quartiertreff anzutreffen sein.

Verteilt über die restlichen Etagen sollen 26 barrierefreie 2½- und 3½-Wohnungen entstehen. Diese würden vor allem ältere Quartieranwohner ansprechen, meint Mäder. Jüngere Mieter seien aber durchaus auch vorstellbar: «Für die Durchmischung wäre das keine schlechte Sache.» Das Alter ist somit zweitrangig. Eines sollte man als künftiger Mieter aber sicherlich mitbringen: Kontaktfreudigkeit. Die Wohnungen sind rund um einen rechteckigen Innenhof gruppiert, was den Austausch zwischen den Mietern und Zentrumsbesuchern fördern soll.

(Visualisierung: PD)

(Visualisierung: PD)

Letztendlich wird das neue Quartierzentrum nicht nur ein Begegnungsort für die Quartieranwohner sein, es soll auch Einnahmen für die Kirchgemeinde generieren (wir berichteten). Dies, um künftig auf allfällige Rückgänge der Steuereinnahmen vorbereitet zu sein. Auf überrissene Mietzinsen will man aber verzichten: Sie betragen zwischen 1400 und 2300 Franken. Die Einnahmen sollen in soziale und kirchliche Projekte fliessen. Auch die Vermietung der Quartierräume diene nicht dem wirtschaftlichen Profit, stellt Mäder klar. «Wir bieten verschiedene Tarife an. Organe und Gremien aus der Pfarrei und der Kirchgemeinde beispielsweise sollen die Räumlichkeiten kostenfrei nutzen können. Dies gilt ebenfalls für begründete Ausnahmefälle.»

Abstimmung über Kredit steht an

Auch wenn das neue Quartierzentrum ins kleinste Detail geplant ist – noch existiert es nur auf dem Papier. Der Grosse Kirchenrat entscheidet am 12. Dezember über den 21-Millionen-Baukredit. Wenn das Projekt bewilligt wird, starten die Bauarbeiten voraussichtlich nächsten Herbst. Herbert Mäder ist zuversichtlich: «Eigentlich spricht nichts dagegen. Das Projekt ist gut und seriös ausgearbeitet. Ob das Parlament den Baukredit dann auch wirklich bewilligt, werden wir im Dezember sehen.»

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