Luzerner will «Gütsch» retten

Das Château Gütsch gehört wieder in einheimische Hände, findet Geschäftsmann Hermann Beyeler. Und bietet der Stadt Luzern seine Dienste an.

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Wird er das Märchenschloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken? Hermann A. Beyeler am Samstag am Fusse des Château Gütsch in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Wird er das Märchenschloss aus seinem Dornröschenschlaf wecken? Hermann A. Beyeler am Samstag am Fusse des Château Gütsch in Luzern. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Seit 2007 ist das Luzerner Schlosshotel Gütsch im Besitz des russischen Investors Alexander Lebedev. Dieser kündigte einst an, das «Gütsch» umfänglich zu sanieren und auszubauen. Die Baubewilligung hat er seit langem – passiert aber ist nichts. «Von dem, was er versprochen hat, ist äusserst wenig eingehalten worden», regt sich Luzerns Stadtpräsident Stefan Roth auf.

Auch der Luzerner Geschäftsmann Hermann Beyeler kann das «Trauerspiel» kaum noch mitansehen. «Was mit dem Luzerner Wahrzeichen passiert, ist eine Schande», sagt er. Der Immobilien-Unternehmer möchte, dass das Schloss zurück in einheimische Hand kommt. Falls die Bedingungen stimmen, könnte er sich vorstellen, als Investor aktiv zu werden oder bei anderen, seriösen Übernahmeplänen seine Hilfe anzubieten. «Man müsste aus dem «Gütsch» ein kleines, feines Bijou machen. Es müsste offen sein für Touristen und Einheimische.»

Dass Beyeler nicht nur ein Mann grosser Worte ist, sondern Visionen auch erfolgreich in die Tat umsetzen kann, kann Rolf Wehrli bestätigen. Als Gemeinderat und Baudirektor von Pratteln BL hat er verschiedene Beyeler-Projekte politisch begleitet. Vor 12 Jahren hat er in der Gemeinde für 50 Millionen Franken einen Gewerbepark gekauft und diesen bis heute für über 100 Millionen ausgebaut. Noch in diesem Jahr wird Beyeler in Pratteln mit einem weiteren Grossprojekt beginnen: Er realisiert einen Büroturm und ein Wohngebäude für rund 160 Millionen Franken.

Pascal Imbach

Den ausführlichen Artikel lesen Sie in der Zentralschweiz am Sonntag und im E-Paper.