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Luzerner Winzer freuen sich über Rekordernte

Der regenarme und sonnig Sommer hat den Luzerner Weinbauern eine Rekordernte beschert. Die Menge, der Ertrag pro Fläche und der Zuckergehalt waren seit der Einführung der Weinlesekontrolle 1981 noch nie so hoch. Zeitweise war es schwierig, die grossen Mengen zu verarbeiten.
DER OENOLOG MATHIAS TOBLER, DER BETREUER DES REBBERGES BEIM SCHLOSS MEGGENHORN, AM 20. OKTOBER 2004 AN DER WEINERNTE.© NEUE LZ / MICHAEL BUHOLZER / BUM

DER OENOLOG MATHIAS TOBLER, DER BETREUER DES REBBERGES BEIM SCHLOSS MEGGENHORN, AM 20. OKTOBER 2004 AN DER WEINERNTE.

© NEUE LZ / MICHAEL BUHOLZER / BUM

(sda) Für die Luzerner Winzer sei das Weinjahr 2018 optimal verlaufen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit. Als Grund nannte sie das niederschlagsarme, sonnige und warme Wetter, das ab Mitte April bis zum Ende der Ernte geherrscht hatte.

Die älteren Reben kamen mit der Trockenheit gut zurecht. Junge Pflanzen mussten dagegen teilweise bewässert werden. Pflanzenkrankheiten und -schädlinge seien kaum ein Thema gewesen, teilte die Staatskanzlei mit.

Geerntet wurden 574 Tonnen Trauben, wobei die weissen Trauben überwogen. Der bisherige Rekordwert von 373 Tonnen im 2016 wurde deutlich übertroffen. Die Weinlesekontrolle der Dienststelle Landwirtschaft und Wald erfasste 50 Sorten auf einer Fläche von 64 Hektaren. Erhoben wurden 49 Betriebe.

Potenzial zum Rekordwein

95 Prozent der Trauben wird zu Weinen mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung AOC Luzern verarbeitet. Der 2018 gekelterte Tropfen hat nach Angaben der Staatskanzlei das Potenzial zum Rekordwein. Die gemessenen Zuckergehalte lagen zwar auf dem Niveau des Ausnahmejahres 2003. Wegen des hohen Reifegrads, der guten Säurewerte und der kühleren Nächte sei das Potenzial für herausragende Weine aber besser als damals.

Die grosse Ernte führte auch zu Problemen. Es hätten Erntegebinde und Tanks angeschafft, zum Teil auch neue Räume zur Kelterung bezogen werden müssen, heisst es in der Mitteilung. Das Rebjahr 2018 habe gezeigt, dass die Kapazitäten in den Keltereien erhöht und die Infrastruktur an die neuen Mengen angepasst werden müssten.

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