Luzerner Wirte wollen eine Ausgehzone

Mehr Party oder mehr Ruhe? Zwischen Anwohnern und Clubs herrscht dicke Luft. Die Gastronomen bringen nun eine Idee aus Bern aufs Tapet.

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Vor dem Club Opera bilden sich jeweils lange Schlangen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Vor dem Club Opera bilden sich jeweils lange Schlangen. (Bild: Philipp Schmidli/Neue LZ)

Die Luzerner Wirte sammeln Unterschriften für eine Volksmotion. Der Wirteverband Gastro Region Luzern will darin als Maximalforderung eine Ausgehzone definieren. «Es geht um eine rechtlich abgestützte Definition, wo das Gewerbe und wo das Wohnen Vorrang hat», bestätigt Patrick Grinschgl, der Präsident von Gastro Region Luzern, einen Bericht von Radio Pilatus. Lärmklagen etwa wären in einer solchen Ausgehzone eingeschränkt. Dafür prädestiniert ist laut Grinschgl die Neustadt, wo heute viele Betriebe bis morgens um 5 Uhr geöffnet sind. Er schätzt, dass es total 78 Lokale in der Stadt Luzern gibt, die permanent eine Verlängerung eingereicht haben. Der Hintergrund der Volksmotion ist ein Rechtsstreit um den Club Opera am Pilatusplatz. Das Verwaltungsgericht hat im Herbst entschieden, dass das Opera samstags nur bis 0.30 Uhr statt bis 5 Uhr geöffnet haben darf.

Bern machts vor

In Bern sieht ein neues Konzept vor, den oberen Teil der Altstadt fürs Nachtleben auszusparen und dafür auf den Pflichtwohnanteil zu verzichten. Dafür dürften im unteren Teil der Altstadt keine Bars und Clubs mehr eröffnet werden. In Luzern begegnet der Stadtrat einer Ausgehzone skeptisch. «Eine neue Zone über eine bestehende Wohn- und Arbeitszone wie im Hirschmattquartier zu legen und somit dem ‹Ausgehen› die höhere Priorität einzuräumen als dem Wohnen und Arbeiten, erachte ich als nicht ideal und rechtlich problematisch», sagt Baudirektorin Manuela Jost. Bei einer Neu-Einzonung sei dies eher möglich.

Christian Bertschi

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Ausgehzone in der Innenstadt: eine gute Idee?

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