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Luzerner Wirtschaftsbeauftragter tritt kürzer - Stadt sucht einen Nachfolger

Der städtische Wirtschaftsbeauftragte muss krankheitsbedingt kürzertreten. Deshalb sucht die Stadt Luzern einen neuen Fachstellenleiter. Dieser soll nicht nur in Wirtschaftsfragen sattelfest sein.
Raphael Zemp
Der Wirtschaftsbeauftragte Peter Bucher am Landenbergforum. (Bild: Roger Zbinden, 6. Mai 2018)

Der Wirtschaftsbeauftragte Peter Bucher am Landenbergforum. (Bild: Roger Zbinden, 6. Mai 2018)

Peter Bucher tritt nicht zurück – aber kürzer. Seit nunmehr neun Jahren ist der 56-Jährige Wirtschaftsbeauftragter der Stadt Luzern und kümmert sich dabei um die Standortförderung, die Ansiedelung und Entwicklung sowie die Bestandespflege der städtischen Unternehmen – «eine spannende und vielseitige Aufgabe, die ich in all den Jahren sehr gerne gemacht habe.» Nun aber will der Obwaldner als Leiter der Fachstelle Wirtschaftsfragen zurücktreten und künftig im Teilzeitpensum zwischen 20 und 50 Prozent bloss noch «ausgewählte Aufgaben» übernehmen. So könne die Stadt weiterhin von Buchers enormen Netzwerk und Erfahrung profitieren, sagt Franziska Bitzi, CVP-Finanzdirektorin der Stadt Luzern, der die Fachstelle Wirtschaftsfragen untersteht.

Der Grund für Buchers Kürzertreten ist seine Gesundheit. «Ich leide seit längerer Zeit schon an Parkinson», gesteht er. «Zehn Projekte miteinander zu jonglieren fällt mir schwieriger.» Zudem seien in den vergangenen Jahren die administrativen Anforderungen kontinuierlich gestiegen – «was nicht gerade meine Stärke ist». Daneben möchte sich der langjährige Wirtschaftsbeauftragte vermehrt ausserhalb der Stadtverwaltung engagieren. Er sei schon seit jeher an Kultur interessiert gewesen, sagt Bucher und fügt kryptisch an: «Zudem fesseln mich Zukunftsfragen».

Seit Stellenantritt 10000 Stellen neu geschaffen

Bucher ist überzeugt: «Während meiner Zeit als Wirtschaftsbeauftragter sind die Rahmenbedingungen für die Wirtschaft nicht schlechter geworden» – und stapelt damit tief. Denn just in seiner Tätigkeitszeit hat sich die Anzahl Arbeitsplätze in der Stadt Luzern von 70000 auf 80000 erhöht. «Zu behaupten, dies wäre alleine mein Verdienst, ist natürlich vermessen. Aber es freut mich sehr, meinen Beitrag dazu geleistet zu haben», sagt Bucher.

Mit dem Geleisteten zufrieden ist auch seine Chefin, Finanzdirektorin Bitzi: Der «talentierte Moderator und Türöffner» habe es verstanden, die richtigen Personen an einen Tisch zu setzen, um etwas anzustossen.

«Verkehr und Tourismus bleiben wichtige Themen»

Der oder die Nachfolgerin wird ordentlich beschäftigt werden, glaubt Bucher. Dabei denkt er an Verkehr- und Erschliessungsfragen, die auf unabsehbare Zeit ein Thema bleiben würden. Aber auch an den Tourismus – «gerade weil dieser in Luzern so erfolgreich ist.» Und nicht zuletzt gelte es auch über die zunehmend tiefen Gräben zwischen Stadt und Land, zwischen Stadtbewohnern und Arbeitspendlern zu vermitteln. Für Bucher ist deshalb klar: «Wer die Leitung der Fachstelle Wirtschaftsfragen übernimmt, muss ein Brückenbauer sein.»

Das sieht auch Bitzi so. Unabdingbar seien zudem Erfahrungen im Projektmanagement, Verständnis für wirtschaftspolitische Zusammenhänge sowie ein sicheres Auftreten und sattelfestes Englisch – und viel Flexibilität.

Flexibel ist auch der weitere Marschplan. «Demnächst schreiben wir eine 50- bis 80-Prozent-Stelle als Fachstellenleiter aus.» Ist ein geeigneter Kandidat gefunden, wird Buchers Arbeitspensum reduziert. Das könne durchaus erst in einem Jahr der Fall sein, so Bitzi. Zusammen mit Projektleiterin Regina Müller (80 Prozent) wird die Fachstelle über gesamthaft 180 Stellenprozent verfügen. Bitzi: «Obschon man sich gerne immer noch mehr wünscht: Mit diesen Ressourcen können wir einiges machen.»

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