Luzerner zahlen im Schnitt 1,6 Prozent mehr

Der Anstieg der Krankenkassenprämien liegt im Kanton Luzern mit 1,6 Prozent leicht über dem Schweizer Durchschnitt. Trotzdem sind die Prämien tiefer als in vielen anderen Kantonen.

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Das Bundesamt für Gesundheit BAG hat die Prämien in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung für Erwachsene ab 26 Jahren für 2013 bekannt gegeben. Diese steigen im Kanton Luzern um durchschnittlich 1,6 Prozent. Dieser Anstieg liegt leicht über dem schweizerischen Mittelwert von 1.5 Prozent. Junge Erwachsene zischen 19 und 25 Jahren zahlen sogar 4,5 Prozent mehr (durchschnittlich 312,85 Franken).

Die durchschnittliche Prämie pro Monat beträgt im Kanton Luzern 344.15 Franken. Damit liegt die monatliche Belastung für die Krankenkassenprämie um 43.55 Franken unter dem Schweizerischen Durchschnittswert von 387.70 Franken.

Wundertüte 2014

Laut Mitteilung des Gesundheits- und Sozialdepartements des Kantons Luzern fällt der Anstieg der Krankenkassenprämien im kommenden Jahr so gering aus wie seit Jahren nicht mehr. Die Versicherten würden davon profitieren, dass die Prämien für das laufende Jahr 2012 zu hoch angesetzt worden waren.

Der moderate Prämienanstieg sei jedoch mit grosser Vorsicht zu geniessen, warnt der Luzerner Gesundheits- und Sozialdirektor Guido Graf im Hinblick auf das Jahr 2014. «Weil praktisch keine Spitaltarife genehmigt sind, wird die Prämienrunde 2014 zu einer Wundertüte.» Es bestünden Unsicherheiten, weil ohne gültige Tarife die tatsächlichen Kosten für Spitalbehandlungen nicht bekannt sind. Mit den Tarifen legen die Spitäler und die Krankenversicherungen die Preise für Spitalleistungen fest.

pd/bep